{"id":13711,"date":"2012-05-02T23:15:11","date_gmt":"2012-05-02T21:15:11","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=13711"},"modified":"2012-05-02T23:15:11","modified_gmt":"2012-05-02T21:15:11","slug":"klub-logischer-denker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=13711","title":{"rendered":"Klub logischer Denker"},"content":{"rendered":"<p>Wieder ein St\u00fcck meiner <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/05\/deja-vue-und-arbeitsbericht\/\">Vergangenheit<\/a> und etwas, wor\u00fcber ich, glaube ich, noch nicht geschrieben habe. Als ich im Jahre 1974 im zweiten Semester studierte, habe ich den Rudi Blahout einen Schwechater Elektroh\u00e4ndler, der zuerst Theaterwissenschaft, sp\u00e4ter Medizin studierte, kennengelernt und der hat mich in den Klub der logischen Denker gebracht.<br \/>\n&#8220;Klub logischer Denker?&#8221;, habe ich gefragt und das f\u00fcr eine abstrakte Philosophenrunde gehalten, es war aber ein Treff, wo sich einmal w\u00f6chentlich am Mittwoch ein paar mehr oder weniger skurrile Pers\u00f6nlichkeiten zusammenfanden, um unter der Leitung von Herrn Lembacher \u00fcber Gott und die Welt zu diskutieren und ich war damals noch sehr sch\u00fcchtern und habe mich das \u00f6ffentliche Sprechen nicht getraut. Das habe ich dann dort ge\u00fcbt und einen ersten Vortrag \u00fcber &#8220;Psychologische Diagnostik&#8221; gehalten und au\u00dferdem dort einige Leute kennengelernt, mit denen ich sehr lange befreundet war. Die Monika Jensen, auf deren Begr\u00e4bnis ich vor drei Jahren war, beispielsweise und die Hansi Berger, eine alte J\u00fcdin, die von Prag nach Israel emigrierte und mit ihren zweiten Mann in den Sechzigerjahren nach Wien gekommen ist. Eine studierte Juristin, die als Journalistin arbeitete und sich sehr f\u00fcr die Psychoanalyse interessierte und 1992, glaube ich, gestorben ist und so hat sich der Klub auch jeden Samstag im Cafe Votiv getroffen und ist gemeinsam in die Strotzka-Vorlesung gegangen.<br \/>\nDer Klub war sehr lange sehr wichtig f\u00fcr mich, nach meinem Dissertantengespr\u00e4ch im Juni 1977 hat mich der Herr Lembacher zum Pfingstreffen nach St. Gallen in die Steiermark eingeladen und sp\u00e4ter, als ich mit dem Studium fertig war, meine Familie gr\u00fcndete und nicht mehr so oft hingegangen bin, hat er mich zu Vortr\u00e4gen eingeladen, wo ich so zehn bis f\u00fcnfzehn wahrscheinlich hielt und eine Zeitlang habe ich im Sommer auch einen autogenen Trainingskurs gemacht und psychologische Beratung angeboten. Sp\u00e4ter habe ich  bei den Weihnachtsfeiern gelesen und den Herrn Lembacher, der die Seele des Klubs war und immer wieder Leute daf\u00fcr aquirierte und das Programm in kleine Heftchen druckte und dann austeilte, zu meinen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/06\/krilit-und-geburtstagslesung\/\">Geburtstagsfesten<\/a> eingeladen.<br \/>\n2002 ist er dann gestorben, seither bin ich nicht mehr im Klub gewesen, der vom Cafe Vogelsang, ins Votiv, dann ins Cafe Einstein, wo ich noch Vortr\u00e4ge hielt und sp\u00e4ter sogar in die Brigittenau \u00fcbersiedelte und jetzt im Cafe Benno in der Bennogasse seine Heimstatt hat, habe aber regelm\u00e4\u00dfig einige der Mitglieder bei Veranstaltungen, wie den Wiener Vorlesungen getroffen und den Herrn Dr. Mold, einen Rechtsanwalt, einige Male in der Alten Schmiede. Da hat er mich dann angesprochen und erz\u00e4hlt, da\u00df er einen Vortrag \u00fcber die Klubgeschichte halten wird und von mir Informationen dazu haben will und so bin ich heute wieder in den Klub gekommen und war eigentlich erstaunt, da\u00df alles ein bi\u00dfchen anders, aber genauso streng organisiert abgelaufen ist, habe ich doch den Herrn Lembacher f\u00fcr die Seele des Klubs gehalten und mir gar nicht vorstellen k\u00f6nnen, da\u00df es den Klub nach ihm noch geben wird, was aber, wie ich heute h\u00f6rte, durchaus geschah.<br \/>\nDen Herrn Sch\u00f6n, der in seine Fu\u00dfstapfen folgte, habe ich auch immer wieder regelm\u00e4\u00dfig irgendwo getroffen. Jetzt habe ich erfahren, da\u00df er wieder einen Nachfolger hat, den ich nicht kannte, da\u00df es jetzt eine kleine Eintrittsgeb\u00fchr f\u00fcr sogenannte G\u00e4ste gibt und sich die Vortragenden durchwegs aus Univ Professoren zusammensetzen.<br \/>\nSo h\u00e4lt  Roland Girtler n\u00e4chste Woche beispielsweise einen Vortrag \u00fcber Huren und Pfarrersk\u00f6chinnen und der Klub geht inzwischen in sein zweiundvierzigstes Jahr. Wurde er doch am 13. 1. 1971 gegr\u00fcndet.<br \/>\nDr. Mold war schon dort, als ich hingekommen bin, die meisten anderen, die heute im Cafe Benno waren, habe ich, au\u00dfer einer alten Dame, nicht gekannt, daf\u00fcr war es interessant, die Geschichte noch einmal zu h\u00f6ren und durch die eigenen Erinnerungen zu erg\u00e4nzen.<br \/>\nWar da ja auch eine Frau Alice Strigl Mitglied, die, glaube ich die Tante von der Literaturkrtikerin Daniela Strigl ist. Der heutige Generalsekret\u00e4r, ein Dipl. Ing. Wolfgang Klein erw\u00e4hnte in seiner Einleitung die Wiener Vorlesungen, die erst f\u00fcnfundzwanzig Jahre sind und das gro\u00df feiern, w\u00e4hrend der kleine Klub der logische Denker, der sich ohne Subventionen nur durch Mitgliedsbeitr\u00e4ge erh\u00e4lt, schon seit \u00fcber vierzig Jahren besteht. Die Diskussion war sehr interessant und spannend zu sehen, da\u00df das Leben auch nach Josef Lembacher weitergegangen ist und es Klubmitglieder gibt, die ihn gar nicht kannten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder ein St\u00fcck meiner Vergangenheit und etwas, wor\u00fcber ich, glaube ich, noch nicht geschrieben habe. 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