{"id":13336,"date":"2012-04-18T00:43:48","date_gmt":"2012-04-17T22:43:48","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=13336"},"modified":"2012-04-18T00:43:48","modified_gmt":"2012-04-17T22:43:48","slug":"mia-messer-in-der-restplatzborse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=13336","title":{"rendered":"Mia Messer und die Restplatzb\u00f6rse"},"content":{"rendered":"<p>Zwei Neuerscheinungen der \u00f6sterreichischer Autorinnen in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur und als ich f\u00fcnf vor sieben den Vortragssaal betrat, war ich die Erste, dann kamen schon noch ein paar Leute, vor allem einige junge Frauen, die sich sehr lebhaft \u00fcber ihre Campingurlaube unterhielten und Manfred M\u00fcller betonte in der Einleitung, wie viele Leute ihn abgesagt h\u00e4tten, weil es zu dieser Zeit offenbar ein sehr wichtiges Fu\u00dfballspiel gab, das ist aber etwas, was mich \u00fcberhaupt nicht ber\u00fchrt, denn Fu\u00dfball interessiert mich nicht.<br \/>\nEs h\u00e4tte nur in der Wien-Bibliothek eine interessante Parallelveranstaltung gegeben, n\u00e4mlich eine Pr\u00e4sentation zur Wiener Stadtplanung im Nationalsozialismus, dann habe ich mich aber doch f\u00fcr Karin Ivancsics und Mieze Medusa entschieden, umso mehr da die Ute in <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/18\/zuruck-aus-leipzig\/\">Leipzig<\/a>  bei ihrer Lesung im \u00d6sterreichcafe war und davon sehr schw\u00e4rmte und mich hat, als ich vor einigen Jahren bei &#8220;Rund um die Burg&#8221; in der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/09\/20\/literaturmarathon\/\">Erotiknacht ihre unangek\u00fcndigte Lesung aus &#8220;Freischnorcheln&#8221;<\/a> h\u00f6rte, dieser frische Ton auch sehr gut gefallen und von Karin Ivancics habe ich vor kurzem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/09\/aktuelle-literarische-gesellschaftsbefunde\/\">zwei<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/28\/veroffentlichtes-und-unveroffentlichte-von-julian-schutting-und-marianne-gruber\/\">B\u00fccher<\/a> in der Restplatzb\u00fccherb\u00f6rse entdeckt, obwohl die Gesellschaft f\u00fcr Literatur, weil ich gerade  beim <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/16\/fortgesetzte-krisenstimmung\/\">Jammern bzw. Inventarisieren<\/a> bin, ein Ort ist, wo ich nur im Fasching lesen konnte, weil Eigenverlag und selbstgemachte B\u00fccher, igitt, pfui und eh schon wissen. Die beiden Autorinnen und die beiden B\u00fccher interessierten mich aber und von Mieze Meudsa, der bekannten <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/07\/karfreitag-slam\/\">Slamerin und Slamveranstalterin<\/a>, wie Manfred M\u00fcller in seiner Einleitung erw\u00e4hnte, habe ich schon \u00f6fter geschrieben und sie gr\u00fc\u00dft mich auch immer sehr freundlich, wenn sie mich sieht. Begonnen hat aber Karin Invancics mit ihrer Lesung und die 1962, im Burgenland geborene, kenne ich noch aus der Zeit, als sie beim Wiener Frauenverlag arbeitete und ich meine Texte dorthin schickte. den Wiener Frauenverlag gibt es ja nicht mehr und dar\u00fcber habe ich auch schon oft <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/05\/09\/betrachtungen-zum-muttertag\/\">gejammert<\/a>, da\u00df er jetzt Milena hei\u00dft und inzwischen auch M\u00e4nner verlegt. Miezes Medusas B\u00fccher sind aber dort erschienen und Karin Ivancics &#8220;Restplatzb\u00f6rse&#8221; in der Edition der Provinz und da war ich einen Augenblick lang nicht sicher, ob ich nicht schon davon h\u00f6rte, denn Karin Ivancics hat ja einmal in den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/29\/augenschmaus-und-textvorstellungen\/\">Textvorstellungen<\/a> gelesen,  aber wahrscheinlich wurde da &#8220;Muss das sch\u00f6n sein im Toten Meer Toter Mann zu spielen&#8221; vorgestellt und wahrscheinlich hat das ein \u00e4hnliches Sujet und eine \u00e4hnliche Schreibtechnik, was ich zur H\u00e4lfte ja herausfinden kann, denn dieses Buch gabs  im J\u00e4nner beim Morawa und &#8220;Wanda wartet&#8221;, das, wie Manfred M\u00fcller weiter in der Einleitung betonte,  ebenfalls in der Gesellschaft der Literatur vorgestellt wurde, gibts am Restplatztisch, den die Gesellschaft der Literatur derzeit anzubieten hat, sch\u00f6n versteckt ganz hinten, damit sich die Leute lieber das neue Buch kaufen und das ist, wie Manfred M\u00fcller weiter erkl\u00e4rte, ein wenig ungew\u00f6hnlich, weil wenig Handlung, aber sieben Stimmen. Drei M\u00e4nner und vier Frauen oder umgekehrt buchen einen All Inclusive Ulaub in der Karibik und werden beim R\u00fcckflug in ein scheu\u00dfliches Hotel zusammengew\u00fcrfelt.  Karin Ivancsics begann mit einer Szene \u00fcber die \u00e4lteren Frauen, die in der Karibik j\u00fcngere Liebhaber finden, die an ihrem Geld und ihrer wei\u00dfen Haut und vielleicht noch an ihrer E-Mail Adresse interessiert sind und den \u00e4lteren M\u00e4nnern, die sich in Thailand oder sonstwo von der schmalen zerbrechlichen Kinderfrau verw\u00f6hnen lassen.<br \/>\nDann ging es zum burgendl\u00e4ndischen Muschelsucher Erich \u00fcber, der in dem Hotel mit einem Taucher im Zimmer schlafen mu\u00df und die letzte Szene hat mich \u00fcberrascht, denn die Stimme, die da sprach, hielt einen Monolog \u00fcber Friedh\u00f6fe und das Postkartenschreiben und die Karibik und das Hotel waren weit weg, aber es ist eben ein Szenenroman oder nicht einmal das, erkl\u00e4rte Karin Ivancsics und erz\u00e4hlte davon, wie der Text  entstanden ist. Die Ausgangsidee war ein eigener All Inclusive Urlaub und das Beobachten zweier nicht zusammenpassender M\u00e4nner und daraus haben sich dann eine F\u00fclle von Idee und die sieben Personen ergeben. Spannend, ob das Buch einmal zu mir findet. Inzwischen habe ich ja einiges von Karin Ivancsics zu lesen, die auch noch B\u00fccher wie &#8220;Aufzeichnungen einer Blumendiebin&#8221; und &#8220;S\u00fc\u00df oder scharf &#8211; aus dem Leben einer Taugenichtsin&#8221;, sowie Theaterst\u00fccke geschrieben hat und auch Mitglied der Erich Fried Gesellschaft ist.<br \/>\nDann kam Mieze Medusa oder Doris Mitterbacher, 1975 in Schwetzingen, Deutschland von \u00f6sterreichischen Eltern geboren und &#8220;Mia Messer&#8221;, eine Anspielung auf Brecht, den sie f\u00fcr das Buch studierte, ist eine unscheinbare Frau, Spro\u00df einer Wiener Ganovenfamilie, die sich als Kunstdiebin darauf spezialisiert hat, Bilder von weiblichen Malerinnen zu stehlen und au\u00dferdem noch in der &#8220;Susi-Bar&#8221; singt. Ein Krimi, wie Manfred M\u00fcller erkl\u00e4rte, mit einer neuen, frischen Sprache, aber auch vielen Anspielungen und mir war dieses Buch ein bi\u00dfchen zu schnell. Aber vielleicht ist es auch das Sujet mit dem ich etwas Schwierigkeiten habe, vielleicht ist es mir zu lustig und zu pointiert dahingeschrieben.<br \/>\nMieze Medusa hat auch sehr schnell von der unscheinbaren Frau gelesen, die \u00fcberall \u00fcbersehen wird, deshalb kann sie die Bilder aus den Rahmen schneiden und damit in den Gullies verschwinden, einen riesigen Sonnenhut auf den Kopf, damit die Kamera ihr Gesicht nicht sieht. Damit kommt sie zu ihrer Ganovenfamilie, die sie im Geheimtresor versteckt bzw. aufh\u00e4ngt. Mia singt dann noch in der &#8220;Susi-Bar&#8221; und weibliche Bilder stiehlt sie, um deren Wert zu steigern, etc.<br \/>\nIn der Diskussion fand das rasante Buch nat\u00fcrlich viel Gefallen, nach der Verfilmung wurde gefragt. Mieze Medusa h\u00e4tte nichts dagegen, auch nicht an einer \u00dcbersetzung und erz\u00e4hlte, da\u00df sie sehr lang daran geschrieben und von Markus K\u00f6hle angeleitet, viel daran ver\u00e4ndert hat. Eine Person wurde aus der Handlung hinausgeschmissen. Die Ausgangsidee war die unscheinbare Frau, die \u00fcberall \u00fcbersehen wird und dann gab es auch die Idee zu einem Mia Messer Song, aber der h\u00e4tte dann nicht zu der Hauptfigur gepasst.<br \/>\nZum Schlu\u00df  habe ich noch  Positives zu berichten, denn es gibt zwei Einladungen zu Lesungen, die ganz pl\u00f6tzlich zu mir gekommen sind, zwar ohne Honorar und da sagen die Profi-Autorinnen immer, da\u00df man sich nicht darauf einlassen soll, aber ich habe ja nicht sehr viele Alternativen und so finde ich es erfreulich, da\u00df mich Frank Gassner  zu seiner Lesereihe, die er im Juni beim offenen B\u00fccherschrank in der Grundsteingasse machen will, eingeladen hat, was auch gut passt, habe ich ja schon <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_mimi.html\">in<\/a> <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_absturzgefahr.html\">drei<\/a> <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_bank.html\">B\u00fcchern<\/a> die offenen B\u00fccherschr\u00e4nke erw\u00e4hnt und dann hat sich ein Mathias Handwerk bei mir gemeldet, der im November im Schlo\u00dfquardat alle Margaretner Autoren zu einer Gemeinschaftslesung und  Pr\u00e4sentation ihrer B\u00fccher zusammentrommeln will. Da gibt es zwar schon die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/05\/13\/art-magareten\/\">Margaretner<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/06\/01\/zweite-margartner-kunst-und-kulturmesse\/\">Art<\/a>, wozu mich der Herr Bezirksvorsteher aber nicht mehr <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/06\/10\/yoga-schreib-cafe-und-radiofamilie\/\">einl\u00e4dt<\/a>, weil ich ihm vor zwei Jahren zu lang gelesen habe.<br \/>\nEs geht also wieder aufw\u00e4rts. Margot Koller hat mir auch eine genaue Wegbeschreibung und das Programm f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/lesungen\/\">Lesung n\u00e4chste Woche in Salzburg<\/a> geschickt und einer, der beim <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/04\/11\/otto-stoessel-preis-an-andrea-grill\/\">Otto-Stoessel-Preis<\/a> einreichen wollte, hat auf meinen Blog gefunden. Da\u00df er sich dann davon abhalten lie\u00df, finde ich eigentlich schade, aber ich schicke ja auch nicht mehr hin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Neuerscheinungen der \u00f6sterreichischer Autorinnen in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur und als ich f\u00fcnf vor sieben den Vortragssaal betrat, war ich die Erste, dann kamen schon noch ein paar Leute, vor allem einige junge Frauen, die sich sehr lebhaft \u00fcber &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=13336\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-13336","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13336","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13336"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13336\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13336"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13336"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13336"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}