{"id":12848,"date":"2012-03-30T00:06:48","date_gmt":"2012-03-29T22:06:48","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=12848"},"modified":"2012-03-30T00:06:48","modified_gmt":"2012-03-29T22:06:48","slug":"schreibe-ich-deutsch-troste-ich-die-falschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=12848","title":{"rendered":"Schreibe ich Deutsch, tr\u00f6ste ich die Falschen"},"content":{"rendered":"<p>Ein Symposium zum f\u00fcnfundsiebzigsten Geburtstag von Elazar Benyoetz, der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/05\/14\/theodor-kramer-preis-2010\/\">2010 den Theodor Kramer Preis <\/a>bekommen hat, in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur. Um f\u00fcnfzehn  Uhr drei\u00dfig hat es angefangen und als ich den zweiten Stock gekommen bin, standen die \u00e4lteren Herren schon im Vorraum, um ihre Vortr\u00e4ge zu besprechen. Waltraud Seidlhofer und Gregor M. Lepka sa\u00dfen im Vortragssaal und begr\u00fc\u00dften mich sehr freundlich und das Buffet, das es sp\u00e4ter geben sollte, wurde auch schon vorbereitet. Vorl\u00e4ufig st\u00fcrzte ich mich wieder auf den B\u00fcchertisch, um nachzusehen, was ich am <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/28\/veroffentlichtes-und-unveroffentlichte-von-julian-schutting-und-marianne-gruber\/\">Dienstag<\/a> \u00fcbersehen habe. Den Erz\u00e4hlband von Nicole Makarewicz vielleicht, die ich bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/24\/texthobelspane\/\">Texthobellesung vor einem Jahr im Cafe Anno<\/a> kennenlernte, aber auch ein in der Editon in der Provinz erschienener Roman von Hermann Gail.<br \/>\nDas Kennzeichen der B\u00fccher auf dem B\u00fcchertisch war \u00fcberhaupt die kleineren bin Kleinstverlage, von denen ich ja irgendwie bezweifle, ob sie wirklich besser, als mein <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/02\/12\/cover-fragen\/\">Selbstgemachtes<\/a> sind.<br \/>\nAuf jeden Fall irgendwie unverk\u00e4uflich und ob ich zum Lesen kommen, wird sich weisen, momentan sitze ich ja \u00fcber unverlangt Zugesandten oder Angebotenen und bin da ein bi\u00dfchen unter Druck, weil ich ja meine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">Leseliste<\/a> nicht sprengen will.<br \/>\nDer Vortragsraum in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur begann sich aber zu f\u00fcllen, eine Dame machte einen wichtigen Eindruck und wies den Festg\u00e4sten ihre reservierten Pl\u00e4tze zu und Marianne Gruber sollte sp\u00e4ter &#8220;Gn\u00e4dige Frau&#8221; zu der Begleitung des Dichters sagen. Ansonsten Bernhard Fetz, Franz Josef Czernin, Daniela Striegl, alles was Rang und Namen hat im Literaturbetrieb und in der ersten Reihe sitzt, neben mich setzte sich ein ehemaliger PEN-Pr\u00e4sident namens Fischer mit einem gestreiften Sacco und hinter mir waren einige \u00e4ltere Herren, die auch einen sehr wichtigen Eindruck machten.<br \/>\nElizar Benyeutz oder Paul Koppel ist 1938 mit seinen Eltern aus Wiener Neustadt nach Israel emigriert, Rabiner geworden und hat, wie er sp\u00e4ter sagte oder schon in Krems erw\u00e4hnte, 1960 die deutsche Sprache wieder f\u00fcr sich erobert und in dieser zu schreiben begonnen. Er schreibt Aphorismen und die drei Festvortr\u00e4ge, ein vierter ist ausgefallen, hatten alle einen religi\u00f6sen Bezug.<br \/>\nWerner Helmich aus Graz hat &#8220;Mit der Wahrheitsarbeit &#8211; ein Tauchvorgang in die Poetik von Elizar Benyoetz&#8221; begonnen, dann kam ein Prof. Langer vom j\u00fcdischen Institut mit &#8220;Das Werk von Elizar Benyoetz im Licht von Midrasch und Talmud&#8221; und ein christlicher Theologe Josef Wohlmuth &#8220;Rede und Gesang &#8211; Elazar Benyoetz als poetischer Interpret der Tora&#8221; folgte. Dann gab es eine Danksagung des Dichters, in dem er einiges aus seinem Leben erz\u00e4hlte. Marianne Gruber, die gekonnt moderierte, dankte und auch ein paar Aphorismen folgen lie\u00df.<br \/>\nDann gab es ein Buffet, dieses Mal ein wirklich gutes, mit jeder Sorte Br\u00f6tchen &#8220;Ist das koscher?&#8221;, fragte mich eine Frau. Ich h\u00e4tte eher auf vegetarisch getippt. N\u00e4mlich getrocknete Tomaten und Gurkenscheiben, aber auch K\u00e4se und Schinken und dann noch sehr viel S\u00fc\u00dfes, Himbeerschnitten, Apfelkuchen etc und das alles war nur der Vorgeschmack. Denn um neunzehn Uhr folgte ein Archivgespr\u00e4ch in der \u00f6sterreichischen Nationalbibliothek, mit einleitenden Worten von Johanna Rachinger und Berhard Fetz, einer Lesung von Elizar Benyoetz und einem Gespr\u00e4ch zwischen Daniela Striegl mit Franz Josef Czernin und Werner Helmich. Klavierbegleitung von Paul Gulda.<br \/>\nDas wird jetzt wahrscheinlich beendet sein und es wurde auch wieder Wein und Geb\u00e4ck serviert, aber ich habe seit einiger Zeit ja eine fixe neunzehn Uhr Stunde und \u00fcbersehen, da\u00df es auch das Supervisionstreffen gab und in der Alten Schmiede hat Karl Markus Gauss sein neues Buch &#8220;Ruhm am Nachmittag&#8221; vorgestellt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Symposium zum f\u00fcnfundsiebzigsten Geburtstag von Elazar Benyoetz, der 2010 den Theodor Kramer Preis bekommen hat, in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur. 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