{"id":12791,"date":"2012-03-27T00:08:03","date_gmt":"2012-03-26T22:08:03","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=12791"},"modified":"2012-03-27T00:08:03","modified_gmt":"2012-03-26T22:08:03","slug":"vladimir-vertib-in-der-alten-schmiede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=12791","title":{"rendered":"Vladimir Vertlib in der Alten Schmiede"},"content":{"rendered":"<p>Auf die Vorstellung von Vladimir Vertlibs neuen Roman &#8220;Schimons Schweigen&#8221; Montagabend in der Alten Schmiede, habe ich mich sehr gefreut, denn den 1961 in Leningrad geborenen, der mit seiner Familie 1971 mit einigen Zwischenstationen nach \u00d6sterreich kam und seit 1981 hier se\u00dfhaft ist, kenne ich sp\u00e4testens seit seinem Roman &#8220;Zwischenstationen&#8221; und pers\u00f6nlich habe ich ihn, glaube ich, kennengelernt, als er 2000 einen W\u00fcrdigungspreis bekommen hat und den mit einer Rede gegen schwarz-blau, das gerade regierte einleitete und aus dem Roman &#8220;Das besondere Ged\u00e4chtnis der Rosa Masur&#8221; hat er, glaube ich, bei einem Zwischenwelt-Verlagsfest in einer Kirche am Mexikoplatz gelesen. Den Roman habe ich mir zum Geburtstag schenken lassen und gelesen und bei &#8220;Rund um die Burg&#8221; habe ich ihn auch einmal lesen geh\u00f6rt, da hat er eine Geschichte gelesen, wo einer, der in einem Flugzeug zu lang aufs Klo geht, des Terrorismus verd\u00e4chtigt wird,  im Literaturhaus habe ich ihn einmal nach den j\u00fcdischen Begr\u00e4bnisritualen gefragt, die ich ja f\u00fcr meine &#8220;Wiener Verh\u00e4ltnisse&#8221; brauchte und als in der Alten Schmiede das Grundbuch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/03\/29\/grundbuch-die-tante-jolesch\/\">&#8220;Die Tante Jolesch&#8221;<\/a> vorgestellt wurde, hat er auch gelesen, bzw. eingeleitet.<br \/>\nVladimir Vertlib, der viel in Europa herumgekommen ist, in mehreren L\u00e4ndern lebte und Volkswirtschaft studierte, bevor er Schriftsteller wurde, hat so seine Themen, ich sch\u00e4tze ihn als sehr ernsthaft und gewissenhaft ein. Er ist auch mit einem gro\u00dfen Rucksack in die Alte Schmiede gekommen und  &#8220;Schimons Schweigen&#8221; scheint, wie &#8220;Zwischenstationen&#8221; sehr autobiographisch zu sein oder damit zu spielen. Zumindest hat Cornelius Hell so eingeleitet und die Biografie des Autor, wie oben beschrieben, aus dem Buch gelesen, danach gesagt, da\u00df er den Satz vergessen hat, da\u00df einer ein zusammengefaltetes Papier aus der Brusttasche zog, das dann tat und weiterlas, denn in &#8220;Schimons Schweigen&#8221;, bei Deuticke erschienen, deshalb bin ich auch neben Martina Schmid und wahrscheinlich der anderen Verlagscrew in der ersten Seitenreihe rechts gesessen, vor Claudia Erdheim und Helene Hofmann und  einer Schulklasse, geht ein \u00f6sterreichischer Autor russisch j\u00fcdischer Herkunft nach Israel auf Lesereise, liest dort aus einem gleichnamigen Roman und in den Stellen, die gelesen wurden, geht es  sehr deutlich und sehr realistisch zu. Der Humor und die Dialoge wurden gelobt und beides ist sehr direkt ausgefallen. Die Praktikantin aus K\u00e4rnten warnt vor den scharfen Worten des Moderators, der im Rollstuhl f\u00e4hrt, eine der Veranstalterinnen kommt zu sp\u00e4t, ein paar alte Damen bl\u00e4ttern in dem Buch des Autors und der Moderator will von ihm wissen ob er noch normal ist oder nicht? Eine sehr direkte Lesungseinleitung, dann kam ein St\u00fcck aus der Vergangenheit, n\u00e4mlich aus dem Jahr 1985, wo der Autor noch Volkswirtschaft studierte bzw. eine Studienberatung betrieb, sich daf\u00fcr einen Stempel besorgte am Flohmarkt und einer jungen Studentin, die frisch von der Kn\u00f6delakademie auf die Uni kommt, eine Vorlesung bei Prof van der Bellen empfiehlt, wahrscheinlich auch sehr autobiografisch und der Schimon ist ein Freund des verstorbenen Vaters, der drei\u00dfig Jahre nicht mehr mit ihm gesprochen hat.<br \/>\n&#8220;Wenn Sie den Grund daf\u00fcr wissen wollen, m\u00fc\u00dfen Sie das Buch kaufen!&#8221;, wurde gesagt, der Autor f\u00e4hrt mit seiner Frau aber auf Lesereise nach Tel Aviv und dann mit einer Cousine seiner Mutter bzw. deren Tochter, in den Vorort, in dem er kurz als Kind gelebt hat und zur Schule gegangen ist.<br \/>\nIn der Diskussion wurde auch das Thema Autobiografie besprochen und vielen S\u00e4tze, die glaube ich, auch in dem Buch stehen, wie, mit der Fiktion ist man nackter als wenn man nicht erfindet und die Vermischung von Dichtung und Wahrheit wurde wieder mal erw\u00e4hnt. Ich sage ja immer, es ist alles autobiografisch und alles gleichzeitig nicht und wurde deshalb auch schon angegriffen.<br \/>\nIn Vladimir Vertlibs Romanen scheint sehr viel durcheinandergemischt zu sein und die Diskussion war auch sehr angeregt mit vielen Fragen aus dem Publikum.<br \/>\nJulya Rabinowitsch habe ich noch gesehen und wenn ich mich nicht irre, war es Mieze Medusa, die viele Fragen stellte und auch wissen wollte, wie gut der Autor Hebr\u00e4isch spricht?<br \/>\nEin interessantes Buch und eine interessante Neuerscheinung, die man lesen sollte, aber meine Leseliste ist ja schon sehr lang und so werde ich mich wahrscheinlich mit dem  Hineinschnuppern begn\u00fcgen, wenn das Buch nicht vielleicht doch einmal zu mir kommen sollte&#8230; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf die Vorstellung von Vladimir Vertlibs neuen Roman &#8220;Schimons Schweigen&#8221; Montagabend in der Alten Schmiede, habe ich mich sehr gefreut, denn den 1961 in Leningrad geborenen, der mit seiner Familie 1971 mit einigen Zwischenstationen nach \u00d6sterreich kam und seit 1981 &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=12791\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-12791","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12791"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12791\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}