{"id":12646,"date":"2012-03-19T22:02:02","date_gmt":"2012-03-19T21:02:02","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=12646"},"modified":"2012-03-19T22:02:02","modified_gmt":"2012-03-19T21:02:02","slug":"italienische-liebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=12646","title":{"rendered":"Italienische Liebe"},"content":{"rendered":"<p>Es geht gleich weiter mit den Veranstaltungen, in Leipzig bin ich nach der Messe ohnehin zu keinen Lesungen gekommen und in der Hauptb\u00fccherei gibt es, wie schon <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/14\/christos-tsioikas-in-der-hauptbucherei\/\">erw\u00e4hnt<\/a>, ein besonderes Programm mit besonderen G\u00e4sten und dieser Tage in Wien, wie ein Vertreter des italinischen Kulturinstitutes, der die Veranstaltung er\u00f6ffnete, ein italienisches Programm. N\u00e4mlich italienische Autoren morgen und \u00fcbermorgen im Literaturhaus und heute war Andrea de Carlo mit seinem neuen Roman &#8220;Sie und Er&#8221; in der Hauptb\u00fccherei und das ist ein 1952 in Mailand geborener Fotograf, Musiker, Maler und Diogenes-Autor, der eine ganze Reihe von Romanen auf dem B\u00fcchertisch liegen hatte.<br \/>\n&#8220;1982 ist der erste erschienen!&#8221;, erkl\u00e4rte mir die freundliche Buchh\u00e4ndlerin, die ich zuerst fragte, ob der Autor auch in Leipzig war und dann, ob sie alle B\u00fccher gelesen h\u00e4tte?<br \/>\nHatte sie und wu\u00dfte sie nicht und der Herr vom Kulturinstitut erz\u00e4hlte weiter, da\u00df Italo Calvin, der Mentor von Andrea de Carlo war, der ihn an einem Verlag vermittelte.<br \/>\n&#8220;1981&#8221; steht im Programm &#8220;ist ihm mit dem Roman &#8220;Creamtrain&#8221; der Durchbruch gelungen. Acht Jahre sp\u00e4ter legte er mit &#8220;Zwei  von zwei&#8221; ein Kultbuch einer ganzen Generation vor&#8221;.<br \/>\nIn &#8220;Sie und Er&#8221; geht es, leicht zu erraten, um die Liebe und zwar um eine, die eher zuf\u00e4llig passiert. Sie ist schon verlobt, er ist ein erfolgloser Autor, der mit einer Wodkaflasche \u00fcber die Autobahn saust und dann in ihren Wagen f\u00e4hrt, in dem ganzen Buch scheinen sie sich auszuweichen und dennoch nicht voneinander loszukommen. Geschrieben ist der Roman in der Er und Sie Perspektive in abwechselnden Kapiteln und Andreas Pfeifer, der die deutschen Stellen las, das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte und \u00fcbersetzte, erz\u00e4hlte gleich einmal, da\u00df der Autor von den Kritikern sehr gescholten wurde, denn einen Liebesroman schreibt man  nicht, das ist trivial und Kitsch.<br \/>\nDas habe ich auch schon mal geh\u00f6rt, obwohl ich  nicht wirklich Liebesromane schreibe. Der Autor lachte aber und las sehr viel auf Italienisch und erz\u00e4hlte auch  viel auf die ihm gestellten Fragen. Im Publikum schien sich die gesamte italienische Gemeinde, Gabriele Mateja, der Sascha und ich zu befinden und so kamen die Fragen vorwiegend auf Italienisch und ich habe es sehr genossen, viel Italienisch zu h\u00f6ren, von dem ich einzelne Worte und sogar S\u00e4tze, aber nicht den Inhalt verstanden habe, was aber nichts machte,  es wurde ja \u00fcbersetzt.<br \/>\nAndreas Pfeifer fragte auch, was ebenfalls sehr interessant ist, \u00fcber die politische Situation in Italien nach dem Regierungswechsel, ob es jetzt wieder zur\u00fcck zur Moral geht und der Autor scheint auch nicht viel von der Familie und vom Familienleben zu halten und sehr lustige Kapitel geschrieben zu haben, in dem er sich beispielsweise \u00fcber den italienischen Literaturbetrieb lustig macht. Und weil das Paar obwohl es das gar nicht will, restlos einander verf\u00e4llt, ist in der italienischen Originalfassung das &#8220;Leielui&#8221; auch zusammengeschrieben.<br \/>\nEs beginnt, wie schon beschrieben auf der Autobahn, da rast der Held, der erfolglose Schriftsteller Daniel dahin und scheint nebenbei auch noch Deutsch zu lernen, bevor er das Auto von Clare und ihrem Verlobten Stefano, einem Anwalt, der noch sehr von seiner Mama schw\u00e4rmt, rammt. Dann fl\u00fcchtet Clare  in das Landhaus ihrer Eltern, liest einen Roman im Zug von Daniel, ruft ihn an und als sie wieder abfahren will,  besucht er sie.<br \/>\nDas Buch scheint \u00fcber sechshundert Seiten zu haben, weil ja alles in zwei Perspektiven geschrieben ist und die jungen Italienerinnen stellten auch sehr interessante Fragen.<br \/>\nWie man einen Verlag findet und wie man es schafft als Mann in die Perspektive einer Frau zu schl\u00fcpfen?, beispielsweise, der Autor beantwortete, wie erw\u00e4hnt, das alles sehr ausf\u00fchrlich und ich habe wieder ein wenig Italinisch ge\u00fcbt, das ich ja gerne lernen will, so da\u00df ich mir einmal &#8220;Tausend Lektionen Italienisch&#8221; kaufte und das Buch immer mitnehme, wenn wir nach Italien fahren und ich auch schon einmal ein italienisches Buch aus dem B\u00fccherschrank genommen habe.<br \/>\nDieses habe ich mir nicht gekauft, es gab, glaube ich, auch nur deutsche B\u00fccher am B\u00fcchertisch, wohl aber lange Schlangen von Signierwilligen und ich habe einen neuen Autor kennengelernt, den ich bisher nicht kannte und von dem ich  noch nichts gelesen habe.<br \/>\nDas kann man also auch in Wien und man mu\u00df dazu nicht nach Leipzig fahren und morgen geht es gleich weiter  mit einer Autorin und einem Moderator von denen ich nicht nur wei\u00df, da\u00df sie in Leipzig waren, sondern auch ihr <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/18\/zuruck-aus-leipzig\/\">Foto im Blog<\/a> habe, obwohl ich in Leipzig nicht auf ihrer Lesung war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es geht gleich weiter mit den Veranstaltungen, in Leipzig bin ich nach der Messe ohnehin zu keinen Lesungen gekommen und in der Hauptb\u00fccherei gibt es, wie schon erw\u00e4hnt, ein besonderes Programm mit besonderen G\u00e4sten und dieser Tage in Wien, wie &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=12646\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-12646","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12646","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12646"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12646\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12646"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12646"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12646"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}