{"id":12484,"date":"2012-03-09T00:40:16","date_gmt":"2012-03-08T23:40:16","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=12484"},"modified":"2012-03-09T00:40:16","modified_gmt":"2012-03-08T23:40:16","slug":"der-tod-fahrt-riesenrad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=12484","title":{"rendered":"Der Tod f\u00e4hrt Riesenrad"},"content":{"rendered":"<p>Es geht gleich weiter mit Edith Kneifl, scheint die doch eine sehr eifrige Krimischreiberin zu sein und l\u00e4\u00dft jedes Jahr ein neues Buch erscheinen und weil es ein bi\u00dfchen gedauert hat, bis <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/06\/stadt-der-schmerzen\/\">&#8220;Stadt der Schmerzen&#8221; <\/a>zu mir gekommen ist, habe ich diesmal das eine Buch weggelegt und dann das andere herausgenommen, was bei diesen B\u00fcchern nicht so passt, als h\u00e4tte ich &#8220;Stadt der Schmerzen&#8221; nach oder vor &#8220;Sch\u00f6n tot&#8221; gelesen, denn da h\u00e4tte mich das gleiche Ermittlerteam begleitet.<br \/>\nBei einem historischen Krimi, wie das &#8220;Der Tod f\u00e4hrt Riesenrad&#8221;, ist, ist das nat\u00fcrlich etwas anders, da kann keine Romni, die Katharina Kafka hei\u00dft und in einem Margaretner Cafe kellnert, ermitteln und so begegnen wir im Juli 1897, in den Tagen an denen das Wiener Riesenrad eingeweiht wurde, auch einem gro\u00dfen Frauenhelden, der Gustav von Karoly hei\u00dft und der sich im Cafe Schwarzenberg sein Detektivb\u00fcro aufgemacht hat, da es nichts wurde mit dem Jus Studium, weil er vorher mit dem Gesetz in Konflikt kam, dann ein paar Jahre unfreiwillig bei den Freiwilligen in Galizien war. Jetzt ist er nach Wien zur\u00fcckgekommen, wird von seinem illegitimen adeligen Vater Graf Batheny ein bi\u00dfchen protegiert und so schickt der ihm auch die Klientin f\u00fcr den dritten Fall. In den ersten Beiden mu\u00dfte er nur den Frauen von betrogenen Ehem\u00e4nnern hinterherlatschen, wobei die zweite statt ins Buff in die Berggasse Nr 19 ging. Jetzt erscheint in Zeiten, wo Frauen, das noch nicht durften, eine sch\u00f6ne verschleierte Dame im Cafehaus, Margarete von Leiden und berichtet vom Verschwinden ihrer f\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen Tochter, der Baronesse Leonie.<br \/>\nMargarete von Leiden ist nach einem alten Lebemann verwitwet, der aber nicht der Vater ihrer Tochter ist, das ist ein bekannter Jokey und sie lebt mit ihrer Tochter bei ihrem Vater, Herrn von Schwabenau, einem autorit\u00e4rer Fabriksbesitzer, der, als im Prater das Venedig von Wien erbaut wurde, ein wenig eingefahren ist und der seine Tochter und Enkeltochter auch geh\u00f6rig unterdr\u00fcckt.<br \/>\nSo ist das Baronesserl schon einmal ausgb\u00fcchst und im Prater untergetaucht, hat sich dort bei den Zigeunern versteckt und m\u00f6chte auch selber Jockey oder wenigstens Kunstreiterin werden.<br \/>\nGustav Karoly beginnt also zu erimitteln, er lebt bei seiner Tante einer stadtbekannten Frauenrechtlerin und seinem ehemaligen Kinderm\u00e4dchen Josefa, die den Haushalt schupft, sonst werden Zimmer an einen Fiaker und an einen deutnationalen Herrn vermietet. Der Fiaker f\u00fchrt Gustav kostenlos in Wien herum, daf\u00fcr zahlt er auch seine Miete nicht. Der Deutschnationale gibt Anla\u00df zu politischen Betrachtungen, so erfahren wir  viel vom B\u00fcrgermeister Lueger, dem Frauenwahlrecht und der Zulassung der Frauen zum Medizinstudium, das endlich eingef\u00fchrt werden soll.<br \/>\nWie das so ist bei den historischen Krimis, die ein packendes Bild des Wiens zu Ende des des Neunzehntenjahrhunderts geben, aber wieder eine etwas schleppende Handlung hat.<br \/>\nKaroly f\u00e4hrt also in Wien spazieren und diskutiert mit seiner Tante, er schaut aber auch bei der Riesenrader\u00f6ffnung zu und da wird nicht die tote Leonie, sondern ein toter Zwerg in einer der Gondeln  gefunden und w\u00e4hrend man erf\u00e4hrt, da\u00df das Baronesserl offenbar auch diesmal vor dem Gro\u00dfvater fl\u00fcchtete und sich mit seinem Vater im Prater traf, werden noch zwei weitere Leute errmordet.<br \/>\nDie Kunstreiterin, die Leonie in ihrem Wohnwagen versteckte und ein anderer Praterstritzi, der Leonie schlie\u00dflich unter der Grottenbahn versteckte. Der Jockey wird mehrmals von der Polizei verd\u00e4chtigt der M\u00f6rder zu sein. Eine sch\u00f6ne Zigeunerin, die diesmal Sylvia hei\u00dft, taucht auf und diesmal gibt es auch einen Freund Gustavs, der bei der Polizei ist und ermittelt, am Schlu\u00df werden Mutter und Tochter abgef\u00fchrt und Gustav darf sich auf auf den Weg zu einer Einladung in das Palais seines Vaters machen, denn das hat ihm die sch\u00f6ne Zigeunerin so prophezeit.<br \/>\nIch, die ich  eine gro\u00dfe Liebhaberin von Schilderungen des historischen Wiens bin, habe dieses Fin de Sciecle sehr geno\u00dfen. Schnitzer und Freud werden nat\u00fcrlich auch  erw\u00e4hnt und Auguste Groner, die Mutter des Kriminalromans und habe die Schilderungen der Praterfreuden auch sehr authent und spannend gefunden. Da\u00df der f\u00fcnfte Bezirk in historischen Kriminalromanen eine so gro\u00dfe Rolle spielt, der Silberwirt kommt vor, finde ich auch sehr sch\u00f6n, denn da habe ich vor einem Jahr <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/23\/chuzpe\/\">einen anderen<\/a> gelesen und, da\u00df die Krimihandlung ein wenig hatschert ist, ist mir eigentlich egal, hatschen meine Krimihandlungen ja auch ziemlich, da ich keine Morde geschehen lassen will.<br \/>\nDa\u00df das ganze vielleicht ein bi\u00dfchen sehr sexbesessen dargestellt wird, war vielleicht <a href=\"http:\/\/www.haymonverlag.at\/page.cfm?vpath=buecher\/buch&amp;titnr=878\">Verlagsvorgabe<\/a>, weil das die Leser vielleicht so wollen und das Titelbild ist auch sehr sch\u00f6n. Eine wahrscheinlich ebenfalls historische Ansicht des Riesenrads mit B\u00e4umen und einem dieser Pratergasth\u00e4user in der Hauptallee, das in dem Buch eine tragende Rolle spielt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es geht gleich weiter mit Edith Kneifl, scheint die doch eine sehr eifrige Krimischreiberin zu sein und l\u00e4\u00dft jedes Jahr ein neues Buch erscheinen und weil es ein bi\u00dfchen gedauert hat, bis &#8220;Stadt der Schmerzen&#8221; zu mir gekommen ist, habe &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=12484\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-12484","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12484","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12484"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12484\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12484"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12484"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}