{"id":12472,"date":"2012-03-07T00:09:11","date_gmt":"2012-03-06T23:09:11","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=12472"},"modified":"2012-03-07T00:09:11","modified_gmt":"2012-03-06T23:09:11","slug":"bezirksschreiberinnenlesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=12472","title":{"rendered":"Die Bezirksschreiberin in der Buchhandlung Kuppitsch"},"content":{"rendered":"<p>Emily Walton ist seit J\u00e4nner Bezirksschreiberin vom Alsergrund und berichtet sehr intensiv dar\u00fcber  auf ihrem <a href=\"http:\/\/www.emilywalton.at\/\">Blog<\/a>. Und das Bezirksschreiberamt im Neunten ist, glaube ich, eine Erfindung von Friedrich Hahn, der  dort Bezirksrat ist und eine interessante Sache, Autoren ein bi\u00dfchen Geld zu geben, die dann Bezirksgeschichen schreiben und Emily Walton nimmt das auch sehr ernst. Ich kenne Emily Walton, glaube ich, seit J\u00e4nner 2009. Da bin ich irgendwie auf ihren Blog gesto\u00dfen und  auch daraufgekommen, da\u00df sie in der Zeitschrift Ecetera Texte hat. Ihr Name ist auch immer wieder in Anthologien aufgetaucht, so besipielsweise in dieser ber\u00fchmten Fm4 Anthologie. 2009 war sie, glaube ich, auch Journalistin im Kurier, hat B\u00fccher f\u00fcr den Falter besprochen und auf ihren Blog immer wieder auf Leselisten verwiesen, so kann ich mich z.B. daran erinnern, da\u00df sie als mich als Erste auf Christa Wolfs <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/29\/stadt-der-engel\/\">&#8220;Stadt der Engeln&#8221;<\/a> aufmerksam machte, sowie auf Helene Hegmanns &#8220;Axolotl Roadkill&#8221;.<br \/>\nVor einem Jahr habe ich sie auch bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/24\/texthobelspane\/\">Texthobellesung<\/a> im Cafe Anno pers\u00f6nlich kennengelernt und als sie im Cafe <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/18\/solo-lesung\/\">Amadeus<\/a> gelesen hat, soll es sehr voll gewesen sein, habe ich ich von den Veranstaltern geh\u00f6rt.<br \/>\nBeim letzten Exilpreis hat sie, glaube ich, auch gewonnen und schon lange gibt es auf ihrem Blog Hinweise auf die Pr\u00e4sentation ihres neuen, bzw. ersten eigenst\u00e4ndigen Buchs &#8220;Mein Leben ist ein Senfglas&#8221; am 6. 3. in der Buchhandlung Kuppitsch.<br \/>\nEin etwas seltsamer Titel k\u00f6nnte man auf dem ersten Blick meinen. Auf den zweiten wird es ein bi\u00dfchen verst\u00e4ndlicher, wird da ja auch ein St\u00fcck Lebensgeschichte verarbeitet. Emily Walton wurde 1984 in Oxford von einer deutschen Mutter und einem englischen Vater geborden und ist als Kind mit ihrer Familie in ein \u00f6sterreichisches Dorf gekommen. In dem kurzweiligen Debutroman, wie er bezeichnet wird, tut das das M\u00e4dchen Poppy und Emily Walton las in der sehr vollen Buchhandlung drei unterschiedliche Kapitel daraus, die alle interessante Titel &#8220;Freitagskarpfen&#8221; zum Beispiel oder Monatsnamen tragen.<br \/>\nUnd da ist im ersten Kapitel das kleine M\u00e4dchen in die Schule gekommen, bzw. hat sie sich an eine Kakaoflasche angeklammert, die sie zur\u00fcckgegeben will, aber sie wird niemehr an diese Autobahnrastst\u00e4tte kommen, ist die dort ja nur in ihre neue Heimat durchgefahren. Im zweiten Kapitel ist sie schon im Gymnasium und geniert sich ein bi\u00dfchen f\u00fcr ihre Eltern, weil die scheinbar faul im Garten sitzen, die Sonne genie\u00dfen und bei Lidl einkaufen um zu sparen. Es gibt aber auch eine Gro\u00dfmutter, die Konserven schickt und das Senfglas wurde sowieso aus England mitgenommen, um ein St\u00fcck Heimat in diesem \u00d6sterreich zu haben. Der Vater ist dann auch ein ganz Netter und kocht f\u00fcr die mitgebrachte Freundin Martina, die mit kritischen Auge alles be\u00e4ugt. Schinkenfleckerln w\u00fcnscht sich Poppy, leider ist das Rezept auf derselben Seite wie das Beuschl, so da\u00df der Vater das damit verwechselt und den jungen Damen Rindermagen serviert und im dritten Kapitel gibt es schon einen Freund und eine Wohnung in Wien, im zwanzigsten Bezirk wo die Ausl\u00e4nder wohnen und als Martina mit ihrem Freund anrauscht, ist er sehr verwundert, da\u00df Poppy keine T\u00fcrkin ist.<br \/>\nMargareta Kinstner vom &#8220;Radieschen&#8221; hat eingeleitet und moderiert und Emily Walton scheint wirklich \u00fcber einen sehr gro\u00dfen Freundeskreis zu verf\u00fcgen. Friedrich Hahn war da, Christian Schreibm\u00fcller, Thomas Wollinger und sehr viele, die ich nicht kannte, aber auch ein paar der jungen Autorinnen, die ich schon in der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/24\/perspektive-und-performanz\/\">Gesellschaft f\u00fcr Literatur<\/a> bzw. im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/28\/studentenlesung-ii\/\">Literaturhaus<\/a> gesehen habe. Viele haben sich das Buch gekauft und haben sich um ein Autogramm angestellt. Ich glaube, es gab auch ein Senfp\u00e4ckchen dazu, wenn man es kaufte. Im hinteren Teil der Buchhandlung gab es einen Tisch mit Wein und Nu\u00df oder Speckbrot, aber der war ziemlich verwaist, weil sich alle um den B\u00fcchertisch dr\u00e4ngten und ich habe mir, weil ich so wenige B\u00fccher habe, auch zwei gekauft, allerdings nicht von Emily Walton, sondern schon vorher aus der Abverkaufskiste, denn da gab es etwas um einen Euro und da kann ich ja nicht widerstehen und so habe ich jetzt einen wahrscheinlich spannenden Roman von Kathrin Schmidt, der \u00fcberraschenden Buchpreistr\u00e4gerin von 2009 &#8220;Seebachs schwarze Katze&#8221; und dann noch einen Diogenes Krimi von Hansj\u00f6rg Schneider &#8220;Hunkeler und die Augen des \u00d6dipus&#8221;.<br \/>\nIch bin, weil ich sehr fr\u00fch gekommen bin, sehr weit vorn gesessen, habe mich intensiv mit Christian Schreibm\u00fcller und dann noch ein bi\u00dfchen mit Friedrich Hahn unterhalten und einen interessanten Einblick in Emliy Waltons Schreiben bekommen, deren Blog ich   sicher weiterverfolgen werde und ein paar Anthologiebeitr\u00e4ge habe ich auch noch von ihr zu lesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Emily Walton ist seit J\u00e4nner Bezirksschreiberin vom Alsergrund und berichtet sehr intensiv dar\u00fcber auf ihrem Blog. 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