{"id":12173,"date":"2012-02-16T00:23:43","date_gmt":"2012-02-15T23:23:43","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=12173"},"modified":"2012-02-16T00:23:43","modified_gmt":"2012-02-15T23:23:43","slug":"literatur-ist-der-rede-wert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=12173","title":{"rendered":"Literatur ist der Rede wert"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem das <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/02\/14\/neues-aus-der-schweizer-literatur\/\">literarische Portrait von Urs Widmer<\/a> in der Alten Schmiede ausgefallen ist, wollte ich eigentlich zu Hause bleiben und den Veit Heinichen Krimi weiterlesen, dann h\u00f6rte ich aber im Radio, da\u00df es wieder eine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/17\/literarische-soiree\/\">literarische Soiree<\/a> im Radio Kultur Cafe geben wird. Das h\u00f6rte ich schon vor einem Jahr einmal und bin, nach dem ich das Programm eruiert hatte, hingegangen, diesmal war es einfacher, wei die Diskutanten und die zu besprechenden B\u00fccher durchgesagt wurden. Ich habe nur bez\u00fcglich der Beginnzeit offenbar nicht aufgepasst und so war die Diskussionsrunde schon im Gang, als ich um Punkt sieben das Radiokulturcafe betrat.<br \/>\nUnd falls jetzt einer meiner Leser einwerfen sollte, da\u00df es unerh\u00f6rt ist zu sp\u00e4t zu kommen und einer selbsternannten Literatin nicht w\u00fcrdig, entgegne ich gleich, es ist gut, da\u00df ich das nicht gewu\u00dft habe, denn ich h\u00e4tte, da es noch einen Befund zu schreiben gab, nicht fr\u00fcher kommen k\u00f6nnen und h\u00e4tte jetzt nicht Marlene Streeruwitz &#8220;Schmerzmacherin&#8221;, aber davon sp\u00e4ter.<br \/>\nDie Diskussion war also schon im Gang, als ich mir ein freies Pl\u00e4tzchen suchte und es wurde Hannelore Valencaks &#8220;Die H\u00f6hlen Noahs&#8221;, das bei Residenz neu aufgelegt wurde, gerade besprochen, was mich sehr interessierte, weil ich auch der Meinung bin, da\u00df Hannelore Valencak in einer Reihe mit Ilse Aichinger, Marlen Haushofer und Hertha Kr\u00e4ftner oder zumindestens mit den beiden letzteren zu stellen ist, wie G\u00fcnter Kaindlsdorfer meinte, bzw. damit Anton Thuswaldner von den Salzburger Nachrichten widersprach, der der Meinung war, da\u00df  in dem Buch nur statische schablonenhafte Figuren vorkommen. G\u00fcnter Kaindlsdorfer sah aber Entwicklung und Bewegung  und lobte das Buch als gro\u00dfartigen Roman und da\u00df man sich darauf freuen kann, was man vielleicht  noch von dieser Autorin zu lesen bekommt. Da habe ich Dank der offenen B\u00fccherschr\u00e4nke ja schon den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/06\/22\/vorhof-der-wirklichkeit\/\">&#8220;Vorhof der Wirklichkeit&#8221;<\/a> gelesen und inzwischen auch noch das Jugendbuch &#8220;Ich bin Barbara&#8221;. &#8220;Die H\u00f6hlen Noahs&#8221; habe ich nicht gelesen und auch nicht &#8220;Fenster zum Sommer&#8221;, das in den Siebzigerjahren aber im Radio in Fortsetzungen gesendet wurde und auch von Residenz neuverlegt wurde.<br \/>\nDann kam schon das zweite Buch, auch ein bekannter Name und eine irische Autorin von der ich vor kurzem einen Erz\u00e4hlband im Wortschatz gefunden habe, n\u00e4mlich Anne Enrights neuerschienener Roman &#8220;Anatomie einer Affaire&#8221;, das wurde auch im blauen Sofa vorgestellt, bzw. sitzt da Wolfgang Herles mit der Autorin auf einem solchen und befragt sie \u00fcber ihr neues Buch und  Anne Erights &#8220;Familientreffen&#8221; wurde, glaube ich, 2008 im Sigmund Freud Museum anl\u00e4\u00dflich der Buch Wien vorgestellt, das habe ich aber vers\u00e4umt, weil ich auch einen Befund zu schreiben hatte, bzw. Mails an Franz Joseph Huainigg.<br \/>\nIn dem Buch das von den Diskutanten Anton Thuswaldner, Brigitte Schwens-Harrant von der Furche und Gerald Schmickl von der Wiener Zeitung als durchaus gelungen empfunden wurde, geht es darum, da\u00df eine Frau ihren Computerspielenden Ehemann verl\u00e4\u00dft und sich in eine Affaire mit einem anderen Mann, der eine zw\u00f6lfj\u00e4hrige epileptische Tochter hat, einl\u00e4\u00dft und die Erfahrung, die dieFrau mit der kratzb\u00fcrstigen Pubertierenden macht, wurde als die Entwicklung des eher Plotlosen Romans geschildert.<br \/>\n&#8220;Ein perfektes Buch?&#8221;, fragte G\u00fcnter Kaindlsdorfer Anton Thuswalder, der sich darauf ein wenig wand und stattdessen &#8220;ein Wunderbares&#8221; haben wollte, was f\u00fcr mich die noch gr\u00f6\u00dfere Steigerung ist.<br \/>\nIch werde n\u00e4chstes Jahr den Erz\u00e4hlband &#8220;Alles was du w\u00fcnschst&#8221; lesen und Anton Thuswalder hat Anne Enright ja als gro\u00dfartige Erz\u00e4hlerin gelobt, also kann ich mich darauf freuen.<br \/>\nDas dritte Buch wurde, glaube ich, schon bei Ex Libris gesprochen, n\u00e4mlich  &#8220;Vom Ende einer Geschichte&#8221; des Booker Preistr\u00e4gers Julian Barnes und da geht es um die Verl\u00e4\u00dflichkeit der Erinnerung und die Wirklichkeit der eigenen Biografie, n\u00e4mlich um einen sechzigj\u00e4hrigen Londoner Kulturbeamten, der sich an seine Jugendtage erinnert. Da war er in einem Freundeskreis und hat sich in ein M\u00e4dchen verliebt, das von einem seiner Freunde weggeheiratet wurde. Er erinnert sich, da\u00df er eine saloppe Erlaubniskarte geschrieben hat, jetzt erf\u00e4hrt er aber, Adrian hat bald darauf Selbstmord begangen und er hat einen ziemlich beleidigenden Brief geschrieben, an den er sich nicht mehr erinnern kann. Er bekommt darauf Schuldgef\u00fchle und sinniert dar\u00fcber nach und ein behindertes Kind, von dem niemand wei\u00df, wer der Vater ist, gibt es auch. Das hei\u00dft Gerhard Schmickl wei\u00df es, hat es aber erst beim zweiten Lesen herausbekommen, w\u00e4hrend G\u00fcnter Kaindlsdorfer die Schlu\u00dfpointe nicht gefunden hat und dar\u00fcber etwas entt\u00e4uscht war.<br \/>\n&#8220;Also ein gutes Buch, man mu\u00df es aber zweimal lesen!&#8221;, war der Schlu\u00dfsatz, dann klatschten alle, G\u00fcnter Kaindlsdorfer verriet, wann die Sendung in \u00d61 zu h\u00f6ren sein wird, ich glaube, es ist der 27. 2. und holte einige B\u00fccher hervor, die es zu verlosen galt. Beim letzten Mal wurde ja das elektrische Herz von Peter Stephan Jungk verlost, da hatte ich aber keine Ahnung, wie sein Vater hie\u00df, bzw. war ich nicht schnell genug. Jetzt wurde, glaube ich, das Enright Buch verlost und man wu\u00dfte etwas \u00fcber Limericks wissen, danach eines von Margit Schreiner, da wu\u00dfte ich, da\u00df sie in Linz geobren wurde, war aber nicht schnell genug, dann kam Marlene Streeruwitz &#8220;Schmerzmacherin&#8221; und die Frage, mit welchen \u00d61 Moderator sie befreundet war, da wu\u00dfte niemand au\u00dfer Robert Weichinger, da\u00df das Otto Brusatti war, also wurde das Buch nochmals mit der Frage in welchen Verlag ist es erschienen, verlost. Da h\u00e4tte ich zwar genausogut Suhrkamp&#8221; sagen k\u00f6nnen, bzw. war ich mir nicht sicher, ob es stimmte, als ich &#8220;Fischer&#8221; schrie, es hat aber geklappt und so kann ich heuer noch die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/09\/aktuelle-literarische-gesellschaftsbefunde\/\">&#8220;Schmerzmacherin&#8221;<\/a> lesen und da habe ich ohnehin schon bedauert, da\u00df ich  vers\u00e4umte, es mir zum Geburtstag zu w\u00fcnschen, denn, ich glaube, es ist ein gutes Buch, obwohl die \u00e4ltere Dame, neben der ich Platz gefunden habe, meinte, sie w\u00fcrde lieber englische Romane lesen.<br \/>\nDas Literaturcafe war \u00fcbrigens voll mit literarisch Interessierten. Evelyne Polt-Heinzl war die einzige, die ich kannte  und die n\u00e4chste literarische Soiree werde ich vermutlich vers\u00e4umen, obwohl da Cornelia Travnices neuer Roman &#8220;Chucks&#8221;,  Walter Kappachers &#8220;Land der roten Steine&#8221; und Peter von Tramin &#8220;Die Herren S\u00f6hne&#8221;, lauter interessante B\u00fccher von Katja Gassner, Gerlinde Tamerl und  Nicole Streitler-Kastberger diskutiert werden, aber am 21. 3. stattfinden und da ist ja die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/lesungen\/\">Frauenlesung im Amerlinghaus<\/a>.   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem das literarische Portrait von Urs Widmer in der Alten Schmiede ausgefallen ist, wollte ich eigentlich zu Hause bleiben und den Veit Heinichen Krimi weiterlesen, dann h\u00f6rte ich aber im Radio, da\u00df es wieder eine literarische Soiree im Radio Kultur &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=12173\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-12173","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12173","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12173"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12173\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12173"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12173"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12173"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}