{"id":11718,"date":"2012-01-28T00:32:11","date_gmt":"2012-01-27T23:32:11","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=11718"},"modified":"2012-01-28T00:32:11","modified_gmt":"2012-01-27T23:32:11","slug":"studentenlesung-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=11718","title":{"rendered":"Studentenlesung II oder Namen suchen"},"content":{"rendered":"<p>Das Institut f\u00fcr Sprachkunst hat ja eine Kooperation mit dem Literaturhaus, so da\u00df es die Lesarten gibt, wo im Vorjahr <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/28\/erich-fried-preis-2010\/\">Terezia Mora<\/a>, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/16\/die-liebe-das-gluck-die-blodheit\/\">Wilhelm Genanzino<\/a>, Katja <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/05\/09\/die-enten-die-frauen-und-die-wahrheit\/\">Langen-M\u00fcller<\/a> etc lasen und es im letzten J\u00e4nner sowohl das <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/21\/verpatzte-werbefahrt-symposiumeroffnung-dorothee-elmiger\/\">Symposium<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/22\/die-praxis-des-schreibens\/\">&#8220;Die Praxis des Schreibens&#8221;<\/a> als auch eine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/29\/lesarten-der-sprachkust-studentenlesung\/\">Studentenlesung<\/a> mit Lesungen der Studierenden des ersten Jahrgangs gab. Da derzeit \u00fcberall eingespart wird, wird das auch diese Schiene betreffen, so gab es keine Lesungen mehr oder weniger ber\u00fchmter Mainstreamautoren mehr, wohl aber eine Pr\u00e4sentation des Symposiumbandes vorigen Samstag, die ich vers\u00e4umte, weil wir da in Harland waren. Es gibt auch eine Zeitschrift der Studententexte, die irgendwann pr\u00e4sentiert wurde, wo ich nicht kommen konnte und diesen Freitag eine Studentenlesung der Studierenden des zweiten Jahrgangs.<br \/>\nIch habs schon mal geschrieben, mit den Namen tue ich mir schwer. Denn die des ersten Jahrgangs waren problemlos im Internet abzurufen, die des zweiten standen auch darin, die druckte ich mir aber leider nicht aus, so da\u00df ich auf das Literaturhausprogramm angewiesen war und da stimmten sie, wie sich herausstellen sollte, auch nicht ganz, standen ja Iris Gassenbauer, Johanna M\u00fcller, Benjamin Quaderer und Miel-Amelie Wanka im Programm, die nicht gelesen haben. Sonst war auch einiges ein bi\u00dfchen anders, weil im letzten Jahr sehr viel reserviert war und ich irgendwo ganz hinten gesessen bin, bin ich diesmal eher fr\u00fch gekommen, so fr\u00fch, da\u00df ich noch einen Umweg zum B\u00fccherschrank machen konnte, der \u00fcbrigens durch einen von Hermann Nitsch mitgestalteten zur zwei Jahresfeier am 5. 2. um 15 Uhr ersetzt werden wird. Jetzt gibt es aber noch das alte Kastel und da fand ich zwei sch\u00f6ne alte B\u00fccher von einem Paul Keller drin, von dem ich inzwischen ergooglet habe, da\u00df das ein sehr popul\u00e4rer schlesischer Dichter war, den alle lesen wollten und das steht in einem der B\u00fccher, ohne bibliografisch Angaben auch so drin, da\u00df die \u00c4rzte die Keller B\u00fccher den Kranken empfehlen und das man sie seiner Familie schenken soll, &#8220;Denn man soll nie vergessen, es gibt kein edleres und billigeres Geschenk als ein gutes Buch!&#8221;, das steht in einer Ausgabe von 1932.<br \/>\nFerdinand Schmatz stand schon vor dem Literaturhaus, als ich meinen Platz belegte und stand noch dort, als ich mit den B\u00fcchern zur\u00fcckgekommen bin. Reserviert war diesmal nichts und um dreiviertel sieben auch noch ziemlich leer. Ich sollte dann auch weder Gustav Ernst, Rober Schindel, noch den Literaturhausleiter sehen und es gab auch keinen Programmzettel, wo die Namen und die Texte, wie im Vorjahr standen.<br \/>\nEs f\u00fcllte sich dann aber mit vielen jungen Leuten und der alte Herr, der immer zu Literaturveranstaltungen geht und einmal von Emmy Werner ziemlich zusammengeschissen wurde, weil er sie kritisierte, war auch da, ist aber in der ersten Pause gegangen und der andere, der am <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/24\/perspektive-und-performanz\/\">Dienstag<\/a> auch in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur, bei der anderen Jugendlesung war.<br \/>\nBarbara Zwiefelhofer begr\u00fc\u00dfte und las die Reihenfolge der Lesenden so schnell vor, da\u00df ich sie nicht mitschreiben konnte und von den Namen, die im Programm standen, kannte ich niemanden.<br \/>\nVom ersten Jahrgang habe ich ja Sandra Gugic durch den Exilpreis gekannt. Ferdinand Schmatz, der einzige Vertreter des Lehrk\u00f6rpers kam dann auch, sagte &#8220;Ich bin der K\u00f6rper&#8221; und versicherte, da\u00df die Studenten die besten Texte lesen w\u00fcrden, die in den ersten drei Monaten des Studienjahres entstanden sind und sagte noch dazu, da\u00df er sie nicht kenne. Dann kam ein junger Mann, erkl\u00e4rte, da\u00df jeder zehn Minuten  und es zwei kurze Pausen geben w\u00fcrden und bedauerte, da\u00df die Lehrer nicht anwesend seien, aber Robert Schindel auf einer Veranstaltung und Doron Rabinovici auf der Demonstration gegen den Burscheschaftsball, der in der Hofburg stattfindet. Dann wollte er zu lesen beginnen ohne seinen Namen zu sagen, was mich st\u00f6rte, weil die Lesung nicht in der angef\u00fchrten alphabetischen Reihenfolge war. So traute ich mich nachzufragen und  hoffe da\u00df meine Berichterstattung stimmt. Der erste Leser, der auch den Abend moderierte, war <a href=\"http:\/\/www.fixpoetry.com\/autoren\/bastian_schneider.html\">Bastian Schneider<\/a> und er las einen sehr anspruchsvollen Text \u00fcber das Schreiben und \u00fcber W\u00f6rter, die mit den Grimmschen M\u00e4rchen begannen und mit Grafitis endeten, dazwischen war auch noch einiges zu h\u00f6ren. Die zweite Leserin stellte sich dann vor und hie\u00df Katharina Luger, die mich mit ihrem &#8220;Morgengebet im Soll&#8221; sehr beeindruckte.<br \/>\n&#8220;Ich soll keinen Fernseher haben, ich soll beim Bachmannpreis lesen, ich soll eine Auflage von mindestens 1500 B\u00fccher haben, ich soll einen Bachmannjuror kennen, keine Adjektive verwenden,  p\u00fcnktlich sein, nicht zu sp\u00e4t kommen, einen eigenen Blog f\u00fchren und andere Literaturblogs leben, etc.&#8221;<br \/>\nSo ist es, glaube ich und wenn schon die sehr jungen Frauen im zweiten Studienjahr vom Literaturbetrieb so belastet sind, ist das nicht gut, ich mu\u00dfte bei dem Text aber sehr lachen und die anderen taten das auch.<br \/>\nKonrad Priessnitz hatte Gedichte, in denen der Name &#8220;Trakl&#8221; vorkamen,  an ihn erinnerten und sich auch reimten.<br \/>\nUnd Johanna Kliem, die nicht im Programm stand, beeindruckte auch durch ihren sehr gekonnten Text, von dem ich mir nicht ganz sicher bin, ob er &#8220;Das schwarze Loch hie\u00df&#8221;, das kam jedenfalls \u00f6fter darin vor und noch einiges andere, so &#8220;Schaumkugeln&#8221;, Friederike Mayr\u00f6cker und ein Bad in Budapest von dem die Gro\u00dfmutter \u00f6fter schrieb. Dann gab es die kurze Pause und die n\u00e4chste Runde, wo die Vornamen nochmals angek\u00fcndigt wurden. So begannen Magda und Laurenz. Magda war, habe ich mir zusammengereimt, Magdalena Caterina  Mayer und ihre Gedichte wurden von einem Laurenz, der nicht im Programm steht, musikalisch performanct und das Ganze war &#8220;Was besonderes&#8221;, es ging aber auch, um einen Friedhof und um die Namen, derer, die dort liegen &#8220;Kannen, Kerzen etc&#8221;.<br \/>\nDann kam Teresa Dopler, deren Namen als erste im Programm steht, mit dem Text &#8220;Meine Haut, deine Haut&#8221;, in mehreren Abteilungen, jedenfalls lebt eine Frau mit Oskar, der Tiefseefische malt und nur mit einem Leintuch schlafen will. Er bespritzt sie auch mit Farbe und will sie nach ihrem Tod oder bis zu ihrem Tod bemalen, ums Ziebelschneiden geht es auch. Nils Georg Treutlein hatte wieder Lyrik, zum Teil auf Englisch, zum Teil bezog er sich auf die Duineser Elegien. Bei Michael Marco Fitzthum habe ich mir &#8220;Der Mann mit dem Hut&#8221; dazugeschrieben und es ging, um einen Essay eines Schriftstellers oder um einen Brief von einem, der jedenfall mit &#8220;viel Liebe Marco&#8221; endete.<br \/>\nNach der Pause kam ein Video von Norbert Kr\u00f6ll, der sich schon vorher auf das Podium gesetzt hatte und seine Lesung filmen lie\u00df, trotzdem aber alle gegr\u00fc\u00dfte und auch wartete, bis der Herr in der letzten Reihe ruhig geworden war.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/fm4v2.orf.at\/connected\/136840\/main\">Stephan Pointner<\/a> las einen Auschnitt aus einem l\u00e4ngeren Text namens &#8220;Auslese&#8221;, wo es um Zahlen und um den Freitod ging, der S\u00e4tze hatte, wie &#8220;Der Freitod ist ein Meister aus M\u00fcrzzuschlag&#8221;, sich aber gleich auf das Zitat bezog.<br \/>\nJohanna Wieser las von &#8220;Verlorenen Dingen&#8221; und zuletzt kam Roland Grenl und beeindruckte mich durch einen sehr realistischen Text. Einen Dialog zwischen einem aus einer Satelitenstadt, der nur mehr vier Z\u00e4hne im Mund hat und einem oder einer Deutschen, die er am Schlu\u00df damit k\u00fcssen will. Das ganze nennt sich &#8220;Pospischilkapitel&#8221; und ich finde es sch\u00f6n, da\u00df das bei einem Hochschullehrgang f\u00fcr Sprachkunst m\u00f6glich ist, ist aber auch kein Wunder, ist ja Gustav Ernst unter den Lehrern und der war als Vorbild denke ich, recht gut zu erkennen, jedenfalls habe ich an ihn dabei gedacht. Nachher gab es wieder Wein und Bier, diesmal keine Br\u00f6tchen. Ich erkannte Rhea Krcmarova, die ja am Montag im tschechischen Zetrum liest. Die anderen jungen Leute nicht, eine hatte aber ein rotes Spielzeugauto an einer Kette, um den Hals, was mich ebenfalls sehr beeindruckte, weil ich mir dachte, da\u00df sich daraus sicher ein sehr sch\u00f6ner Text schreiben l\u00e4\u00dft.<br \/>\nSehr spannend also die zweite Studentenlesung, die allererste habe ich ja vor <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/01\/28\/vom-open-house-zu-walter-grond\/\">zwei Jahren am Tag der offenen T\u00fcr <\/a>an der Angewandten geh\u00f6rt und an die vorige hat sich eine rege Diskussion mit JuSophie gekn\u00fcpft, der ja leider <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_mimi.html\">&#8220;Mimis B\u00fccher&#8221;<\/a> nicht gefallen hat. Ob sich diesmal eine Diskussion ergibt, wei\u00df ich nicht. Ich werde aber nachschauen, was sich \u00fcber die Studenten <a href=\"http:\/\/www.buchimbeisl.at\/160611.php\">ergooglen<\/a> l\u00e4\u00dft und bin nat\u00fcrlich sehr gespannt, wer es von ihnen vielleicht einmal zum Bachmann, Priessnitz oder anderen Preis bringen wird und ich war auch sehr flei\u00dfig, habe ich ja am Nachmittag, das Flugblatt f\u00fcr die &#8220;Mittleren VI&#8221; erstellt, zum Vorbereitungstreffen eingeladen und auch das Einleitungsreferat f\u00fcr die Lesung am <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/lesungen\/\">21. M\u00e4rz im Amerlinghaus<\/a> erstellt, zu der ich alle daran Interessierten herzlich einlade, weil es da sicher auch einige interessante St\u00fccke Literatur zu h\u00f6ren geben wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Institut f\u00fcr Sprachkunst hat ja eine Kooperation mit dem Literaturhaus, so da\u00df es die Lesarten gibt, wo im Vorjahr Terezia Mora, Wilhelm Genanzino, Katja Langen-M\u00fcller etc lasen und es im letzten J\u00e4nner sowohl das Symposium &#8220;Die Praxis des Schreibens&#8221; &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=11718\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-11718","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11718","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11718"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11718\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11718"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11718"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11718"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}