{"id":11330,"date":"2012-01-11T00:53:31","date_gmt":"2012-01-10T23:53:31","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=11330"},"modified":"2012-01-11T00:53:31","modified_gmt":"2012-01-10T23:53:31","slug":"spannungsbogen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=11330","title":{"rendered":"Spannungsbogen"},"content":{"rendered":"<p>Die letzten beiden Jahre haben mit einem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/28\/auf-den-spuren-mayor-bronsteins\/\">Besuch bei der oder von der Ingrid<\/a>, eine alte Freundin Alfreds, mit der er in Studententagen in einer WG lebte, begonnen. Heuer hat sich diese Tradition forgesetzt mit ihrer Hochzeit im Schlo\u00df Wilhelminenberg, der mir  Gelegenheit zu einem sch\u00f6nen Spaziergang in einer sch\u00f6nen Gegend gab, wo ich die B\u00fccherschr\u00e4nke besuchen und meine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/07\/schreibprozesgefluster\/\">Schreibproze\u00dfe<\/a> reflektieren konnte. Denn ich komme mit meinem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/17\/work-in-progess\/\">Work in progre\u00df<\/a> gut voran. Habe inzwischen achtundsiebzig Seiten, 40 200 Worte und siebenundzwanzig Szenen,am Samstag noch einmal alles durchkorrigiert und bin da auch auf einen kleinen Fehler draufgekommen. Die Handlung spielt in der Gegenwart, habe ich mich doch w\u00e4hrend des Schreibens auf einige konkrekte Ereignisse, die in dieser Zeit passierten, bezogen, beispielsweise auf den Tod Vaclav Havels, der in der Geschichte eine zentrale Rolle spielt, so erfahren Jan und Marianne nach Jans Ehrenkreuzverleihung davon und Jan h\u00e4lt auch den Nachruf oder die Einf\u00fchrung des \u00d6BB Westbahnkonkurrenzunternehmen. Jetzt ist die Marianne aber 1950 geboren und sechzig Jahre alt und die Theresa 1982 und achtundzwanzig, was nicht stimmen kann. Zwar rechnet das wahrscheinlich ohnehin keiner meiner Leser nach, ich bin aber schon ein genauer Typ, im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/06\/wie-man-den-bachmannpreis-gewinnt\/\">Leinen-Buch<\/a> wird auch darauf hingeweisen, da\u00df die Details stimmen sollen, also werde ich das bei meiner n\u00e4chsten Korrektur ver\u00e4ndern.<br \/>\nDer n\u00e4chste Punkt, der zu diskutieren ist, ist der Spannungsbogen. Alle f\u00fcnfzig Seiten sollte man einen einbauen, am besten dreimal, raten die Schreibratgeber und mir wurde  schon gesagt &#8220;Bei dir passiert ja nichts!&#8221;, beziehungsweise hantele ich mich an den Ecken und Kanten des Alltags, den Wald und Wiesendepressionen, der  kleinen Arbeitslosigkeit, den Schuldenkrisen, etc dahin, weil ich nicht so gerne Mord und Totschlag will, weshalb man mir schon  \u00f6fter einen harmlos fr\u00f6hlich naiven Unterton nachgesagte, den ich eigentlich nicht so sehe.<br \/>\nAber gut, was passiert mit meinen drei Frauen? Die Rosa ist ja schon gestorben, hat zwei Freundinnen versteckt bzw. bei sich aufgenommen und wurde wahrscheinlich von einem russischen Besatzungssoldaten 1950 vergewaltigt, deshalb hat sie sich mit Jan, als der drei\u00dfig Jahre sp\u00e4ter bei ihr wohnte, auch nicht so gut vertragen.<br \/>\nDie Marianne f\u00e4hrt nach Prag zu Jans Ehrenkreuzverleihung und ist auf seine Frauen, die Hankas, Katjas, Sonjas eifers\u00fcchtig und die Theresa lernt in Wien den koptischen Christen Albert kennen, verliebt sich in ihm, bzw. wei\u00df sie nicht, ob sie ihn in ihre Wohnung lassen soll?<br \/>\nDen ersten Spannungsbogen w\u00fcrde ich nach meiner <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/31\/qualereien\/\">Krise vor zwei Wochen<\/a>, als die Marianne gerade in Prag angekommen war und ich mich total blockierte, weil ich st\u00e4ndig dachte &#8220;Das wurde doch schon alles hundertmal geschrieben!&#8221;, sehen. Daraus bin ich gekommen, da\u00df ich korrigierte und Mariannes Eifersucht erkl\u00e4rte, indem ich die Figuren der Hanka Haugova und der Sonja Pilankova einf\u00fchrte.<br \/>\nInzwischen hat auch noch die Esther Molnar Fleisch und Blut durch ihren Sohn Johann bekommen, der der Vater von Theresas Nachbarin Margits Mayerhofer ist. Der zweite Spannungsbogen kam nach der zweiten Korrektur. Da war das Begr\u00e4bnis schon vorbei, Marianne fuhr zur\u00fcck nach Wien. Mutter und Tochter bekamen heraus, da\u00df Johann Molnar schon in Budapest geboren wurde und erst mit f\u00fcnf Jahren nach Wien zu seiner Mutter kam. Das hat sich aus den Jahreszahlen so ergeben und war keine bewu\u00dfte Denkentscheidung und der zweite Spannungsbogen haucht der Hannah Eisenstein, die 1945 nach Israel emigrierte, Leben ein. Denn die hat auch einen Sohn, Ari Eisenstein, der ein Buch \u00fcber seine Mutter geschrieben hat, das er im Salzburger Literaturhaus vorstellt und soweit bin ich jetzt.<br \/>\nDie Marianne ist wieder nach Salzburg zur\u00fcckgekommen und erf\u00e4hrt von ihrer Kollegin, sie mu\u00df jetzt schon in Pension und nicht mehr in Altersteilzeit sein, arbeitet aber noch ein bi\u00dfchen freiberuflich in der Redaktion, von Ari Eisensteins Buchpr\u00e4sentation, wird ins Literaturhaus gehen und er wird ihr einiges \u00fcber seine Mutter erz\u00e4hlen und auch, warum er nicht in der W\u00e4hringerstra\u00dfe recherchierte?<br \/>\nDa bin ich jetzt, wie breit die Begegnung Marianne-Ari wird, wei\u00df ich noch nicht. Es k\u00f6nnte sich aber eine neue Liebe ergeben. Jan wird wahrscheinlich auch noch nach Salzburg oder Wien kommen und Johann Molnar nach Wien und der hat eine uneheliche Tochter namens Ilona, eine Schauspielerin oder Psychologiestudentin, von ihr wird er Theresa oder Marianne erz\u00e4hlen, aber soweit bin ich noch nicht. Und am Schlu\u00df wird Albert bei Theresa einziehen, das ist dann das Ende der Geschichte. Bis dahin kann ich die Handlung noch entwickeln und die Spannung legen.<br \/>\nEin Detail am Rande ist, da\u00df die Ingrid einen israelischen TMC-Mediziner heiratete, was zwar nichts mit meinen Roman zutun hat, ich konnte bei der Hochzeit aber ein bi\u00dfchen Hebr\u00e4isch h\u00f6ren und auch ein paar der israelischen G\u00e4ste beobachten.<br \/>\nUnd eine Salzburg Variante gibt es auch, werde ich da ja <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/lesungen\/\">im April lesen<\/a>, also kann ich ein bi\u00dfchen recherchieren, wo die Marianne wohnt, ich habe ihr ja die K\u00f6rblleitengasse als Adresse gegeben und da wohnt auch Margot Koller und im Salzburger Literaturhaus habe ich, 1992, glaube ich, bei Christine Haideggers &#8220;Sichten und Vernichten&#8221;- Symposium, gelesen, von da wei\u00df ich, da\u00df die dort Eintritt verlangen  und als ich am Montag von der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/09\/aktuelle-literarische-gesellschaftsbefunde\/\">Alten Schmiede<\/a> nach Hause ging, h\u00f6rte ich zwei M\u00e4nner \u00fcber das falsche Singen &#8220;Das ist v\u00f6llig egal, die merken das ohnehin nicht!&#8221;, reden, was wieder den Handlungsbogen zur Margit Mayerhofer hin\u00fcberbringt und vielleicht der Vater zu der Tochter sagt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten beiden Jahre haben mit einem Besuch bei der oder von der Ingrid, eine alte Freundin Alfreds, mit der er in Studententagen in einer WG lebte, begonnen. 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