{"id":11283,"date":"2012-01-09T21:32:07","date_gmt":"2012-01-09T20:32:07","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=11283"},"modified":"2012-01-09T21:32:07","modified_gmt":"2012-01-09T20:32:07","slug":"aktuelle-literarische-gesellschaftsbefunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=11283","title":{"rendered":"Aktuelle literarische Gesellschaftsbefunde"},"content":{"rendered":"<p>So hei\u00dft eine neue Lesereihe in der Alten Schmiede und es war auch der erste Abend im Neuen Jahr und f\u00fcr mich die erste Literaturveranstaltung nach drei Wochen Abstinenz mit <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/15\/kurt-neumanns-zweitschriften\/\">Kurt Neumann in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur<\/a> haben die Veranstaltungen 2011 geendet, mit Marlene Streeruwitz &#8220;Die Schmerzmacherin&#8221; fing es 2012 wieder an und von Marlene Streeruwitz habe ich in der letzten Zeit  einiges geh\u00f6rt, so war das Buch auf der Shortlist des deutschen Buchpreises 2011 und den Bremer Literaturpreis bekommt sie im J\u00e4nner auch. In der Weihnachtsbeilage des Standards war ihr literarischer Gesellschaftsbefund zur Schuldenbreme und auf meinen B\u00fccherlisten stehen drei Streeruwitz B\u00fccher &#8220;Verf\u00fchrungen&#8221; ist heuer dran, &#8220;Lisas Liebe&#8221; und &#8220;Majakovskiring&#8221; folgt dann 2013 und ich bin eigentlich nicht so eine besondere Streeruwitz Expertin, ist sie mir ja auch irgendwie zu sperrig oder abgehoben k\u00f6nnte man sagen und ich verstehe manche ihre Gedankenspr\u00fcnge bei Diskussionen nicht, eine brillante Rednerin ist sie allemal und &#8220;Partygirl&#8221; habe ich vor einigen Jahren gelesen, weil es das bei &#8220;Buchlandung&#8221; um einen Euro oder waren es noch zehn Schilling, gab.<br \/>\n&#8220;Die Schmerzmacherin&#8221; ist aber in aller Munde, wurde von Daniela Striegl bei dieser Jahresenddsikussion als Buch des Jahres gelobt, so da\u00df es mir schon leid, tat, da\u00df ich es mir nicht zum Geburtstag w\u00fcnschte. Aber man kann nicht alle B\u00fccher haben und ich habe ohnedies schon genug und jetzt noch f\u00fcnf St\u00fcck mehr und neun Euro weniger, ich wei\u00df die Buchh\u00e4ndler unter meinen Lesern werden aufst\u00f6hnen, aber bei Morawa gab es einen Abverkauf und da habe ich die Marie Therese Kerschbaumer um vier Euro drinnen lassen, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/29\/augenschmaus-und-textvorstellungen\/\">Karin Ivancsics &#8220;Mu\u00df das sch\u00f6n sein&#8221;<\/a>, Kurt Bracharz &#8220;F\u00fcr reife Leser&#8221;, Zdenka Beckers &#8220;Taubenflug&#8221;, Lukas Meschiks &#8220;Anleitung zum Fest&#8221; und <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/02\/12\/30-jahre-ritter-verlag\/\">Crauss &#8220;Motorradheld&#8221;, aber herausgenommen<\/a>. Letzteres eigentlich nur, weil ich dachte, das kann ich dann der Christel Fallenstein zeigen, wenn ich sie in der Alten Schmiede sehe. Sie war aber nicht da, daf\u00fcr habe ich einen Platz neben Angelika Kaufmann gefunden, die mir die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_absturzgefahr.html\">&#8220;Absturzgefahr&#8221;<\/a> abkaufte und Mieze Medusa und Markus K\u00f6hle, die ein paar Reihen dahinter sa\u00dfen, erz\u00e4ht, da\u00df ich jetzt endlich die &#8220;Rom-Anthologie&#8221; lese. Dann kam schon Kurt Neumann mit seiner Er\u00f6ffnung und Cornelius Hell, der den Roman mit s\u00e4mtlichen Rezensionen, die es dar\u00fcber gibt, einleitete. Er hat auch eine geschrieben, aber ich lese ja eher keine Reznsionen und einige Rezensenten, meinte er, haben das Buch theoretisch gefunden. Es ist aber politisch brillant und gibt eine hervorragende Analyse unserer Sicherheitsgesellschaft und daf\u00fcr hat Marlene Streeruwitz drei Jahre recherchiert und f\u00fcnf Jahre an dem Buch gearbeitet, das dann aber anders, als geplant wurde. Da sollte ich vielleicht neidisch werden, tu ich aber nicht, denn ich schreibe ja auch gesellschaftskritische Romane und bei mir kommt die potische Situation auch immer vor. Der erste Satz lautet jedenfalls &#8220;Noch nie waren soviele Raubv\u00f6gel zu sehen gewesen&#8221; oder so \u00e4hnlich und es geht um die vierundzwanzigj\u00e4hrige Amy, die eigentlich Amalia Schreiber hei\u00dft, die sich als Sicherheitsmitarbeiterin ausbilden l\u00e4\u00dft, weil sie mit ihrem BWL-Studium scheiterte. Ja, als ich f\u00fcr die &#8220;Arm reich prek\u00e4re und andere Arbeitsverh\u00e4ltnisse&#8221;-Lesung, die ich nicht mehr im Literaturhaus machen durfte, recherchierte, war, glaube ich, gerade Wien Wahlkampf und da hat Marlene Streeruwitz auch einen sehr gesellschaftskritischen Roman \u00fcber prek\u00e4re Arbeitsverh\u00e4ltnisse und eine gescheiterte Studentin ins Netz gestellt, den ich mir immer ausdruckte. Marlene Streeruwitz hat sehr originell das Ende des Buchs gelesen und vorher einiges dar\u00fcber erz\u00e4hlt, zum Beispiel auch, da\u00df ihr immer eine falsche Grammatik vorgeworfen wird, weil sie \u00f6sterreichisch schreibt, was mich ein bi\u00dfchen wunderte, da\u00df ihr das der Verlag drinnen gelassen hat, hat Cornelia Travnicek auf ihren Seiten ja unl\u00e4ngst beschrieben, was ihr ihr deutscher Verlag alles herausstrich und mir hat Fischer TB bei unseren StottererBuch ja auch die Buben zu Knaben gemacht etc.<br \/>\nAb einem bestimmten Bekanntheitsgrad kann man aber offenbar machen, was man will, nur bei dem Wort &#8220;K\u00fcbel&#8221;, sagte Marlene Streeruwitz hat sie sich erweichen lassen, denn da w\u00fcrden die deutschen lachen. Die \u00f6sterreichschen Leser sind dagegen gewohnt mehr zu schlucken und Cornelius Hell erw\u00e4hnte vorher noch, da\u00df sich die Rezensenten nicht einig waren, wie das Buch nun endete, ob die Amy am Schlu\u00df davon kommt, getrettet wird, etc. Es bleibt jedenfalls eine Windjacke \u00fcber und Amy f\u00e4hrt in dem St\u00fcck, das Marlene Streeruwitz gelesen hat, in ein Hotel, das von einer Frau, die ihr Mails geschickt hat, gerade verlassen wird, dann in eine alte Schule, wo offenbar diese Sicherheitstrainingsfirma war, dort liegt ein Toter am Konferenztisch, Amy holt ihre Jacke und telefoniert mit einem Mann, mit dem sie sich \u00fcber das trojanische Pferd unterh\u00e4lt und die letzten Worte lauten &#8220;Care and attention&#8221;. Den ersten Satz habe ich schon zitiert und der Buchbeginn ist in dem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/08\/25\/lesebuch-zur-longlist-deutschen-buchpreis-09\/\">&#8220;Deutschenbuchpreis-B\u00fcchlein&#8221;<\/a> nachzulesen, das ich mir jetzt immer schicken lasse.<br \/>\nSo hat das Veranstaltungsjahr also angefangen und ein paar erfreuliche Meldungen gibt es auch noch, nachdem 2011 ja mir als Literatin <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/29\/jahresruckschau\/\">nicht so viel brachte<\/a> und  auch meine literarische Qualit\u00e4t <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/29\/lesarten-der-sprachkust-studentenlesung\/\">bezweifelt<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/26\/vorschau-auf-zwillingswelten\/\">wurde<\/a>, hat mich am Samstag Margot Koller aufgefordert, ihr mitzuteilen, was ich im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/lesungen\/\">April in Salzburg lesen<\/a> m\u00f6chte, wo ich mich dann kurzfristig entschlo\u00df, schon das <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/17\/work-in-progess\/\">&#8220;Work in progress&#8221;<\/a> zu w\u00e4hlen und als ich gestern von der &#8220;Winterfrische&#8221;  nach Wien kam, fand ich ein Mail von Barbara Neuwirth vor, da\u00df Annemarie M. Moser die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_hunger.html\">&#8220;Sophie Hungers&#8221;<\/a> im letzten Podium <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/rezension.sophie.am.html\">besprochen<\/a> hat. Das ist ein Erfolg, denn es gibt ja immer wieder Diskussionen, ob selbstbemachte B\u00fccher in Literaturzeitschriften besprochen werden d\u00fcrfen, die Sophie Hungers, wurde aber auch schon von <a href=\"http:\/\/www.literaturhaus.at\/index.php?id=8381\">Janko Ferk f\u00fcrs Literaturhaus<\/a> besprochen und Annemarie M. Moser ist  auch eine anerkannte Autorin, deren Name ich kenne, seit sie einmal vor Jahren, bei einem Profil-Literaturwettbewerb, den ersten Preis gewonnen hat und die Rezension ist auch noch sehr gut.<br \/>\nAlois Eder hat die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_glueck_in_der_nische.html\">&#8220;Globalisierungsnovelle&#8221;<\/a> auch schon einmal im Podium besprochen, konnte sie aber auch nicht verkneifen, ein bi\u00dfchen auf den selbstgemachten Status hinzuweisen, ja und die dritte Freude ist eine versp\u00e4tete Weihnachtskarte, die hat die Post wieder ein bi\u00dfchen herum- und zur\u00fcckgeschickt und ein handgeschriebenes Weihnachtsgedicht von Peter Gst\u00f6ttmaier, den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/29\/ohrenschmaus-2011\/\">Ohrenschmaus- Lebensberichtpreistr\u00e4ger<\/a>, der sich um das Preisgeld ein paar M\u00f6beln kaufte, mit denen er demn\u00e4chst seinen f\u00fcnfzigsten Geburtstag feiern will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So hei\u00dft eine neue Lesereihe in der Alten Schmiede und es war auch der erste Abend im Neuen Jahr und f\u00fcr mich die erste Literaturveranstaltung nach drei Wochen Abstinenz mit Kurt Neumann in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur haben die Veranstaltungen &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=11283\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-11283","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11283","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11283"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11283\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11283"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11283"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11283"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}