{"id":10785,"date":"2011-12-21T00:44:59","date_gmt":"2011-12-20T23:44:59","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=10785"},"modified":"2011-12-21T00:44:59","modified_gmt":"2011-12-20T23:44:59","slug":"miserfolge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=10785","title":{"rendered":"Mi\u00dferfolge"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend ich noch nicht dazugekommen bin, die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/19\/fallen-losen\/\">Fallstricke der vorhandenen sechzehn Seiten und zwei Zeilen<\/a> meines neuesten Romanprojekts aufzul\u00f6sen, die Stunden und die Diagnostik haben nat\u00fcrlich Vorrang, aber schon ein paar Ideen kommen, ist mir eingefallen, da\u00df mir, als ich von meinem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/17\/work-in-progess\/\">Work in Progress<\/a> schrieb und was mich dabei hindert, auch erz\u00e4hlen wollte, da\u00df ich 1989, mu\u00df das in etwa gewesen sein, ich bin von der Gumpendorferstra\u00dfe nach Harland gependelt und die Mariahilferstra\u00dfe war voll von den ungarischen Touristen, die dar\u00fcber hetzten und gro\u00dfe Schachteln mit Computern oder Fernsehger\u00e4ten transportierten, von der Wende und der Ver\u00e4nderungen Ungarns am Beispiel eines Dissidenten schreiben wollte. Ich habe mich dazu auch ins Cafe Westend gesetzt und mir ein Buch von Peter Esterhazy f\u00fcr die Recherche bestellt. Viel weiter als zu einer Seite bin ich damals nicht gekommen, weil viel zu wenig Material \u00fcber das, was ich schreiben wollte. 1989 habe ich auch die &#8220;Hierarchien&#8221; geschrieben, wahrscheinlich war ich da mit dem Projekt schon fertig und die Ver\u00e4nderungen in Ungarn und der Fall des eiseren Vorhangs war das n\u00e4chste was mich interessierte.<br \/>\nDie &#8220;Hierarchien&#8221; f\u00fcr die ich damals zweiundvierzig Verlage angeschrieben habe, sind 1990 bei der Edition Wortbr\u00fccke des Jack Unterwegers herausgekommen, danach kam es bei mir, da ich nach dem Tod meiner Mutter meinen Vater betreute zu einer Schreibkrise, die einige Jahre andauerte, bei der es auch einige Schreibversuche gab und die die beiden Kinderb\u00fccher &#8220;Mutter m\u00f6chte zwanzig Kinder&#8221; und &#8220;Lore und Lena&#8221; entstanden und auch die beiden Fachb\u00fccher \u00fcbers Stottern, bei Fischer TB und Orac erschienen.<br \/>\n1996 habe ich dann den &#8220;Verr\u00fcckten Traum der Thea Leitner geschrieben&#8221;, wo ich mich schon ein bi\u00dfchen mit meinem Schreiben auseinandersetzte, ab dann sind die Ideen eigentlich geflossen und ich habe sozusagen am Flie\u00dfband mich von einer Idee zur n\u00e4chsten geschrieben. Thematisch waren das meist die Randgruppen, sozial schwache depressive Frauen und nat\u00fcrlich das erfolglose Schreiben in allen seinen Formen.<br \/>\nIn den letzten Tagen hatte ich ein paar Mal den Gedanken mit den siebzehn Seiten zu denen ich sehr schnell mit einer Idee gekommen bin, aufzuh\u00f6ren und etwas anderes zu beginnen, etwas das ich das letzte Mal, 1989 tat, als ich mich mit der Idee trug \u00fcber den ungarischen Kommunismus zu schreiben, obwohl ich damals nur ein paar Mal am Wochenende in B\u00fck und mit dem Alfred ein paar Tage in Budapest gewesen bin.<br \/>\nDie Idee mit dem Prager Dissidenten ist \u00e4hnlich, da m\u00fc\u00dfte ich viel recherchieren, um  weiterzukommen, obwohl ich mir das heute mehr zutraue, als vor \u00fcber zwanzig Jahren.<br \/>\nEine abgebrochene Geschichte von einer Mathilde, habe ich, glaube ich, auch in einem meiner fr\u00fcheren Computer. Und 1983 oder 1984, als ich schon schwanger war, wollte ich die Psychose, die ich w\u00e4hrend meines Studiums bei einer Freundin miterlebte, aufschreiben. Das ist \u00e4hnlich gescheitert, obwohl das dann Thema in den &#8220;Hierarchien&#8221; war, ich glaube, die betroffene Protagonistin, hei\u00dft auch Theresa und da ist es dann gegangen.<br \/>\nEs gibt eben auch Lernprozesse und man mu\u00df manches \u00f6fter beginnen oder geduldiger sein und sich mehr Zeit lassen. Eine Schwangerschaft ist sicher kein g\u00fcnstiger Schreibzeitpunkt, obwohl es mich damals dazu getrieben hat, was zu tun, das Gleiche war auch, als die Anna ein paar Monate war, ich noch im Mutterschutz und dachte, jetzt k\u00f6nnte ich, wenn das Kind schl\u00e4ft, eigentlich schreiben, geht aber nat\u00fcrlich nicht. Das war meine erste oder zweite Schreibhemmnisphase und an der Felizitas Fee, f\u00e4llt mir ein habe ich auch ein paar Versuche und Anf\u00e4nge gehabt, bis etwas daraus geworden ist.<br \/>\nEs gibt auch ein paar unver\u00f6ffentlichte Romane, die auf meiner  Werkliste stehen, aus denen ich zum Teil auch in der Alten Schmiede gelesen habe. Vorversuche f\u00fcr die &#8220;Hierarchien&#8221; w\u00fcrde ich sagen.<br \/>\nSeit den &#8220;Wiener Verh\u00e4ltnissen&#8221; und den M\u00f6glichkeiten des Digitaldrucks habe ich dann alles ver\u00f6ffentlicht und da auch gesagt &#8220;Jetzt erscheint jedes Buch von mir!&#8221;<br \/>\nVielleicht sollte ich mir nach f\u00fcnfundzwanzig Digitaldruckb\u00fcchern jetzt wieder Zeit lassen um den ber\u00fchmten Schritt weiter zu kommen. Die S\u00e4tze &#8220;Du mu\u00dft nicht schreiben und es mu\u00df nicht alles gleich fertig sein!&#8221;, sind schon einmal gut. Immer wieder anfangen, wenn etwas nicht gleich gelingt und wenn ich ein paar Tage nicht weiterkomme, ist das vielleicht  eine gute Prophylaxe nicht schon wieder in sechs Wochen mit einem Rohkonzept dazustehen, das vielleicht nur die Wiederholung vom vorigen ist.<br \/>\nManchmal treibt einem auch der Bauch dazu, etwas stehen zu lassen, w\u00e4hrend der Verstand &#8220;Weiter!&#8221;, schreit und so habe ich heute ein bi\u00dfchen herumgetr\u00f6delt und mich in den Blog eines Biografieschreibers festgelesen, auf den ich durch Anni B\u00fcrkl gekommen bin.<br \/>\nDas war sehr interessant, denn die  freiberuflichen Gebrauchsschreiber k\u00e4mpfen mit den Honoraren und gegen die, die ihr Schreiben zu Dumpingpreisen anbieten. Sie schreiben die Biografien anderer und die sind recht teuer, es war aber auch sehr interessant in die Arbeitsproben hineinzulesen. Denn wenn man die Biografien von achtzigj\u00e4hrigen Herrn und neunzigj\u00e4hrigen Damen schreibt, kommt man in den zweiten Weltkrieg hinein und wenn ich \u00fcber eine Gro\u00dfmutter schreibe, dann bin ich ja auch da. Eine Neunzig- oder Hundertj\u00e4hrige hat den erlebt und hat vielleicht eine j\u00fcdische Freundin versteckt und die Theresa k\u00f6nnte mit den Spuren ihrer Gro\u00dfmutter, w\u00e4hrend sie sich mit dem arabischen Fr\u00fchling besch\u00e4ftigt, ganz locker in Ber\u00fchrung kommen.<br \/>\nDie ersten J\u00e4nnerliteraturprogramme sind auch schon gekommen. So gibt es im Literaturhaus wieder etwas \u00fcber &#8220;Die Praxis des Schreibens&#8221;, n\u00e4mlich die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/22\/die-praxis-des-schreibens\/\">Pr\u00e4sentation des Symposiumbandes<\/a>, leider an einem Samstag und die Woche darauf wieder eine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/29\/lesarten-der-sprachkust-studentenlesung\/\">Studentinnenlesung<\/a> im Rahmen der Reihe Lesart der Sprachkunst und Anita C. Schaub, das ist besonders interessant pr\u00e4sentiert im Rahmen der GAV eine Lesung mit allen Sinnen mit Susanne Ayoub, Bettina Balanka, Petra Ganglbauer und Anbdrea Sodomka und ich frage mich, ob ich ein St\u00fcck weiterkomme, wenn ich ein halbes Jahr f\u00fcr den n\u00e4chsten Rohentwurf brauche und wie das mit der Rosa, der Marianne und der Theresa werden wird? Vielleicht hilft es auch den Roman eine Weile in Blogberichten zu reflektieren und sich dann hinzusetzen, um ihn oder etwas ganz anderes zu schreiben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend ich noch nicht dazugekommen bin, die Fallstricke der vorhandenen sechzehn Seiten und zwei Zeilen meines neuesten Romanprojekts aufzul\u00f6sen, die Stunden und die Diagnostik haben nat\u00fcrlich Vorrang, aber schon ein paar Ideen kommen, ist mir eingefallen, da\u00df mir, als ich &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=10785\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-10785","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10785","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10785"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10785\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10785"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10785"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10785"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}