{"id":10711,"date":"2011-12-17T00:00:47","date_gmt":"2011-12-16T23:00:47","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=10711"},"modified":"2011-12-17T00:00:47","modified_gmt":"2011-12-16T23:00:47","slug":"work-in-progess","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=10711","title":{"rendered":"Work in progess"},"content":{"rendered":"<p>Weiter geht es mit einem Werkstattbericht, denn da lassen sich wieder einmal die &#8220;bipolaren Depressionstendenzen&#8221;, bzw. die Ungeduld und das Losspringen und dann nicht Weiterwissen merken. Eine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/08\/schreibgedanken-2\/\">knappe<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/12\/neubeginn\/\">Woche<\/a> schreibe ich nun schon daran, beziehungsweise plane ich ein bi\u00dfchen l\u00e4nger an einem Text, zu dem mir die Idee gekommen ist, als in in einem Blog von einer Philosophiestudentin gelesen hat, die in verschiedene Zust\u00e4nde und Welten abtaucht. Da habe ich mir gedacht, das k\u00f6nnte ich auch versuchen und dann ist mir eine Gro\u00dfmutter, Mutter und Tochter eingefallen, die zu verschiedenen Zeiten in einer Wohnung leben und das Gleiche oder \u00c4hnliches erleben. Dann kam es auch zu dem Arbeitstitel &#8220;Die Wiedergeborene&#8221; und die Biografien einer Rosa 1915-2000, einer 1950 geborenen Marianne und der Philosophiestudentin Theresa, die eine Dissertation \u00fcber Wittgenstein schreibt, waren bald erstellt.<br \/>\nVorige Woche bin ich dann eher \u00fcberraschend mit &#8220;Der Frau auf der Bank&#8221; fertig geworden, habe ein Krimiwoprkshopb\u00fcchlein gelesen, wieder mal geschrieben, da\u00df ich mir diesmal wirklich viel Zeit lassen will und von dort auch die Idee mitgenommen, vielleicht diesmal wirklich die Szenen vorher konzipieren und Spannungsb\u00f6gen einzubauen, denn es kann schon sein, da\u00df es mir an diesen mangelt, das meine Personen nur anskizziert sind und ich zu schnell fertig werde.<br \/>\nIch habe mir am Samstag also die &#8220;Schneeflockenmethode&#8221; hervorgeholt, bin aber schon auf Stufe zwei steckengeblieben, denn wirklich sagen, wovon das Ganze handelt, au\u00dfer, da\u00df es um eine Gro\u00dfmutter, Mutter und Tochter geht, die erste in world war II eine j\u00fcdische Freundin versteckt und 1956 eine ungarische bei sich wohnen lie\u00df, die Mutter 1968 Jan aus Prag kennenlernte und die Tochter, das mit einem Vladi oder Wassili aus Georgien tut und die noch Aufzeichnungen ihrer Gro\u00dfmutter findet und mit der Mutter streitet, konnte ich nicht sagen. Doch, die Figur einer Nachbarin, die ihrer Kinder zuliebe ihre Gesangskarriere aufgab, diese aber nachholen will, hatte ich auch.<br \/>\nIch habe es also gelassen und stattdessen Charakterb\u00f6gen ausgef\u00fcllt und je ein Heftchen f\u00fcr die Rosa, die Marianne und die Theresa angelegt und am Sonntag mit der ersten Szene, die schon hatte, zu schreiben begonnen. Die wurde dann ein bi\u00dfchen anders, denn Theresa h\u00e4tte eigentlich ja Vladi in ihre Wohnung mitnehmen sollen, es kam aber nur zu einem kurzen Kennenlernen auf einer Demo und der Vladi wurde in Wassili Sarkaschwili umbenannt, weil das besser klingt.<br \/>\nEs kommt dann die Nachbarin und bittet auf die Kinder aufzupassen, w\u00e4hrend sie in die Oper geht, die Mutter k\u00fcndigt ihren Besuch an und will auch zum Vater, der wieder in Prag lebt, fahren und Theresa findet alte Fotos und ein Tagebuch der Gro\u00dfmama.<br \/>\nDas ist schon ein Vorgriff auf alles, was ich bisher geschrieben habe. Denn es ging dann wieder sehr flott und schnell dahin. Bei den ersten acht Seiten am Sonntag habe ich noch sehr gest\u00f6hnt und auch einiges ver\u00e4ndert. Inzwischen sind aber siebzehn Seiten, achttausendf\u00fcnfundertf\u00fcnf Worte und f\u00fcnf Szenen entstanden.<br \/>\nJetzt sollte Rosa anhand ihres Tagebuches eingef\u00fchrt werden und ich stocke wieder und habe eigentlich keinen Handlungsfaden, wei\u00df nicht recht, wie ich die Rosa integriere und ob ich das \u00fcberhaupt soll? Und wenn die Marianne nach Prag f\u00e4hrt, schwimme ich auch ein bi\u00dfchen, denn ich war schon lange nicht dort und sollte vielleicht mehr rechercieren als nur ein bi\u00dfchen im Internet die Stadtpl\u00e4ne durchsehen.<br \/>\nAlso wieder zur\u00fcck zum Start und doch versuchen zu einem Spannungsbogen und einer Handlung zu kommen, damit ich mich nicht wieder nach achtzig neunzig Seiten totschreibe und die Figuren an der Oberfl\u00e4che bleiben. Das sind meine Schw\u00e4chen, ich wei\u00df, ein bi\u00dfchen kann ich mein Schreiben schon selbst beurteilen und habe in den Kritiken nachgelesen, da\u00df ich vielleicht zuviel Stoff in meine Geschichten packe und damit nicht weiterkomme. K\u00f6nnen Rosas Freundinnen heute noch wirklich interessieren oder sollte ich mich nicht vielleicht prim\u00e4r auf die Theresa und ihre Mutter konzentrieren, die kann vielleicht nach Prag fahren und dort etwas erleben und Theresa ist vielleicht bei einem koptischen Christen, der vor drei Monaten vor den Unruhen in Kairo nach Wien gefl\u00fcchtet ist, besser aufgehoben und kann sich langsam in eine Beziehung einlassen und sich dabei auch ein bi\u00dfchen an ihre Gro\u00dfmutter erinnern, aber wiedergeboren wird sie nicht wirklich und bleibt vielleicht besser in der Gegenwart?<br \/>\nViele Fragen, die sich nat\u00fcrlich in einer Woche nicht beantworten lassen, denn ich will ja diesmal wirklich ein wenig dichter werden, habe ich ja schon gen\u00fcgend Mutter- T\u00f6chter-Gro\u00dfmutter-Geschichten. So hat ja <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_novembernebel.html\">&#8220;Novembernebel&#8221;<\/a> 2007 geschrieben ein \u00e4hnliches Ausgangszenario, bzw. <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_absturzgefahr.html\">&#8220;Absturzgefahr&#8221;<\/a> vor einem Jahr geschrieben und weil ich  auch immer gern vor dem Schreiben meine B\u00fccher wiederlese, habe ich mir auch <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_haus.html\">&#8220;Das Haus&#8221;<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_zwillingswelten.html\">&#8220;Zwillingswelten&#8221;<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_mimi.html\">&#8220;Mimi&#8221;<\/a> geholt, in letzterer lese ich gerade. &#8220;Novembernebel&#8221; und <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_rosenwuchs.html\">&#8220;Wilder Rosenwuchs&#8221;<\/a>, k\u00f6nnte ich mir auch vornehmen und   mit dem Notizbuch ein bi\u00dfchen spazieren gehen oder  fahren, um auf Ideen zu kommen.<br \/>\nAlso die siebzehn Seiten \u00fcberarbeiten, aus dem Wassili, einen Albert machen, dann ein bi\u00dfchen \u00fcber Prag, Kairo und Wittgenstein recherchieren und vielleicht auch Louise Doughtys &#8220;Ein Roman in einem Jahr&#8221; nochmals lesen. Mit der Ungeduld und der Nerv\u00f6sit\u00e4t, die mich zum Schreiben bringt, auch wenn ich noch nicht so wirklich \u00fcber das was und wie, Bescheid wei\u00df, sollte ich mich auch besch\u00e4ftigen. Das hei\u00dft, immer wieder zur\u00fcck an den Start und neu anfangen, bis es passt, das k\u00f6nnte ich ein bi\u00dfchen \u00fcben, weil ich da vielleicht noch h\u00e4nge.<br \/>\nMal sehen, wie es geht und wie weit ich damit komme. Ein bi\u00dfchen auf das Neue schauen und versuchen von den Klischees abzukommen, ansonsten, das will ich auch erw\u00e4hnen, bin ich mit den siebzehn Seiten eigentlich zufrieden, sie ergeben zumindestens ein gutes Ausgangsmaterial.<br \/>\nSonst ist wieder ein Buch bzw. B\u00fcchlein zu mir gekommen. Hat Anna Jeller offenbar f\u00fcr ihre treuen Kunden, wie der Alfred einer ist, kauft er dort doch nicht nur f\u00fcr mich B\u00fccher ein &#8220;Grenzgehen &#8211; Drei Reden&#8221; von Arno Geiger als Geschenk bekommen und das ist sicher interessant da hineinzuschauen, habe ich <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/19\/arno-geiger-lesung\/\">Arno Geiger<\/a> ja 1996 in Klagenfurt erlebt, als er ganz am Angang seiner Karriere war. Die drei Reden beziehen sich auf den Literaturpreis der Konrad Adenauer Stiftung und den Friedrich H\u00f6lderlin-Preis, die er 2011 bekommen hat, den  Friedrich H\u00f6lderlin F\u00f6rderungspreis hat er schon 2005 bekommen.<br \/>\nUnd bez\u00fcglich Advent kann ich auf die &#8220;Gedanken f\u00fcr den Tag&#8221; von dieser Woche verweisen und diese sehr empfehlen. Erz\u00e4hlt da doch Paulus Hochgatterer unter dem Titel &#8220;Und irgendwann z\u00fcnd ich den Kranz an&#8221;,  von dem zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Kevin, der wegen seines Namens, wie sein Deutschlehrer sagt, ein Risikofaktor ist und der klaut sich da von Tag zu Tag Kerzen f\u00fcr den Adventkranz zusammen, den es in seiner Familie nicht gibt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weiter geht es mit einem Werkstattbericht, denn da lassen sich wieder einmal die &#8220;bipolaren Depressionstendenzen&#8221;, bzw. die Ungeduld und das Losspringen und dann nicht Weiterwissen merken. 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