{"id":10649,"date":"2011-12-13T00:06:55","date_gmt":"2011-12-12T23:06:55","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=10649"},"modified":"2011-12-13T00:06:55","modified_gmt":"2011-12-12T23:06:55","slug":"alles-gute-zum-advent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=10649","title":{"rendered":"Alles Gute &#8211; ein Umgang"},"content":{"rendered":"<p>Wieder einmal Adventwandern durch den siebenten Bezirk, ein liebgewordener Rundgang, den ich nun schon seit einiger Zeit regelm\u00e4\u00dfig einplane, die Alternative zum Punschtrinken und Weihnachtshorror, wie Bezirksvorsteher Blimlinger, der in der Hauptb\u00fccherei er\u00f6ffnete, launig anmerkte, da denke ich zwar erstens Weihnachtshorror mu\u00df nicht sein und zweitens sind die Einkaufsparadiese Mariahilferstra\u00dfe und Spittelberg auch im siebenten Bezirk, die erstere wenigstens zum Teil und Punsch gibt es bei dem kulturellen Rundgang auch zu trinken. Diesmal hat es wieder in der Hauptb\u00fccherei begonnen, was mir irgendwie auch sympathischer ist. Da gab es erstens vorher die Ausstellung der sch\u00f6nsten B\u00fccher zu bewundern, meine Kurzzeitkritikerin JuSophie hat mich einmal darauf aufmerksam gemacht, da\u00df man da einreichen kann, ich habs mit der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_mimi.html\">Mimi<\/a>, was ja auch ein sch\u00f6nes Buch ist, nicht getan und so nur die Resultate bewundert. Das Buch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/10\/01\/seitenweise-und-atemwende\/\">&#8220;Seitenweise&#8221;<\/a> war darunter und viele andere, wie zum Beispiel der<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/03\/michelangelo-und-ernst-jandl-show\/\"> Ernst-Jandl-Katalog von der Ausstellung<\/a> vom letzten Jahr. Dann ging es schon los und zwar mit der bew\u00e4hrten Musikgruppe Trio Catapult mit Georg Graf, Joe Pinkl und Peter Rosmanith, die gleich mit einer &#8220;Schneesand&#8221; genannten Performance begannen. Helge Hinteregger moderierte wieder, das hei\u00dft er schrie &#8220;F\u00fcrchtet euch nicht, es geht zur Kultur!&#8221;, zumindest anfangs durch das Megofon und Silvia Bartl, die das Ganze wieder organisierte, sagte mir, da\u00df sie jetzt f\u00fcr eine medizinische Organisation Veranstaltungen organisert und den literarischen Rundgang das letzte Mal macht, Mal sehen wie es weitergeht, w\u00e4re schade, wenn es sich das auch ver\u00e4ndert, aber erst einmal ging es wie gewohnt vorstatten.<br \/>\nZur Wiederholung f\u00fcr die die es noch nicht wissen. Da geht man von f\u00fcnf bis zehn die kulturellen Veranstaltungsorte des siebenten Bezirkes ab,  es gibt ein halbst\u00fcndiges Kulturprogramm und im Anschlu\u00df Kekse, was zum Trinken, gelegentlich auch W\u00fcrstl oder Semmeln mit Aufstrich. Der Rundgang wird auch immer beliebter, das hei\u00dft es nehmen von Jahr zu Jahr immer mehr Leute daran teil. So gab es auch eine Menge Gespr\u00e4che, aber viele der Leute habe ich nicht gekannt und denke sie geh\u00f6ren nicht zum \u00fcblichen Literaturpublikum. Es ging  weiter zum Theater Spielraum in der Kaiserstra\u00dfe, da gab es diesmal ein Puppenspiel mit dem Knopfmacher und der Stille. Die Stille war \u00fcberhaupt ein Thema das noch \u00f6fter kommen sollte. Das n\u00e4chste war aber eine Galerie in der Westbahnstra\u00dfe und die zeigte Bilder von Helmut Swoboda &#8220;Das Gro\u00dfe hinter dem Sichtbaren&#8221;, das hei\u00dft auf dem ersten Blick scheint es, es w\u00e4ren graue Farbfl\u00e4chen, sie tragen aber Titel, wie Dachstein oder Gosausee und wurden zum Teil dort auch skizziert.<br \/>\nIm Literaturhaus gab es einen Bekannten, n\u00e4mlich <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/06\/08\/auftritte-i\/\">Bernhard Strobel<\/a> mit einer Weihnachtsgeschichte aus &#8220;Nichts nichts&#8221;, die sehr beeindruckend war, auch wenn sie nicht ganz gelesen wurde. Ein alter Mann, depressiv und grantig, kauft sich einen Christbaum, l\u00e4\u00dft ihn aber stehen, weil er ihn nicht mehr tragen kann, dann blickt er ein bi\u00dfchen durch die Fenster zu den Weihnachtsfeiern der anderen Hausbewohner und beobachtet ihren Streit, er will an einer Tankstelle was trinken, rutscht aus, prellt sich die Schulter und trifft in der Ambulanz einen Schulkollegen und ehemaligen Zahnarzt, scharf beobachtet, das Elend der Welt von einem sehr jungen Mann. In der Medienwerkstatt ging es wieder um die Stille. Es wurde dabei ein Portrait des Filmemachers Michael Pilz gezeigt, den ich einmal in St. P\u00f6lten kennenlernte und der auch den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/18\/das-werk-der-marianne-fritz\/\">Marianne Fritz Film<\/a> gedreht hat. Im 7Stern, dem Lokal der KP\u00d6 sangen die rostigen Edelwei\u00df Weihnachtsjodler, was mich ein wenig wunderte, aber interessant war. In der Fleischerei erinnerte Eva Brenner an Peter Kreisky, der immer dort war und erz\u00e4hlte, da\u00df sie den Spielort aufeben mu\u00df, weil die Subventionen sehr gestrichen wurden, ich glaube, sie hat schon im letzten Jahr soetwas angedeutet. Es gab dann ein paar Szenen aus dem Jelinek St\u00fcck &#8220;Die Kontrakte des Kaufmanns&#8221;, dann ging es weiter zu einem neuen Ort, n\u00e4mlich einer Freilichttheaterauff\u00fchrung vor der St. Ulrichs-Kirche. Mica war wieder bekannt, da gab es dann die W\u00fcrstl und ein Musikprogramm, von dem ich nicht sehr viel mitbekommen habe, weil ich ganz hinten gestanden bin, daf\u00fcr war aber der Punsch sehr s\u00fc\u00df und gut. Und am Schlu\u00df gab es wieder zwei Stationen im Museumsquartier, n\u00e4mlich eine Ausstellung  \u00fcber den australischen Architekten Glenn Murcutt im Architekturzentrum und dann noch eine Performance im Tanzquartier.<br \/>\nDazwischen kam ich nat\u00fcrlich bei den B\u00fccherschr\u00e4nken vorbei und da gab es in der Westbahnstra\u00dfe ein ganz besonderes Schmankerl, n\u00e4mlich Agnes Suppers &#8220;Die Familie Pf\u00e4ffling&#8221; aus dem Jahr 1943. &#8220;Kriegsweihnacht 1944 von deiner Gro\u00dfmutter&#8221; hat jemand hineingeschrieben und Agnes Supper ist, glaube ich, auch die Gro\u00dfmutter von Hilde Langthaler und Mutter von Theodor Supper, dessen &#8220;Kettenreaktion Kontra&#8221; ich gelesen und nicht verstanden habe. Und da noch &#8220;Eine deutsche Wintergeschichte&#8221; als Untertitel steht, werde ich mich bem\u00fchen, das Buch, das 1906 geschrieben wurde, als zweites Weihnachtsbuch noch heuer zu lesen und im Wortschatz am Margaretenplatz lag das &#8220;Glasperlenspiel&#8221;, das wollte ich aber nicht durch den ganzen siebenten Bezirk schleppen, als ich am Heimweg dann doch danach schauen wollte, fiel mir gleich die T\u00fcr entgegen.<br \/>\nUnd zum eigenen Schreiben ist zu sagen, da\u00df ich <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/12\/neubeginn\/\">&#8220;Die Wiedergeborenen&#8221;<\/a> schon begonnen habe. Die erste Szene, acht Seiten sind geschrieben. Jetzt wird es zu Marianne nach Salzburg gehen und die Stimme der Gro\u00dfmutter Rosa kommt aus einem Tagebuch, das Theresa im Kabinett findet.<br \/>\nUnd hier das Archiv <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/12\/16\/alles-gute\/\">2008<\/a>, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/12\/14\/adventlichten\/\">2009<\/a>, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/14\/adventwandern\/\">2010<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder einmal Adventwandern durch den siebenten Bezirk, ein liebgewordener Rundgang, den ich nun schon seit einiger Zeit regelm\u00e4\u00dfig einplane, die Alternative zum Punschtrinken und Weihnachtshorror, wie Bezirksvorsteher Blimlinger, der in der Hauptb\u00fccherei er\u00f6ffnete, launig anmerkte, da denke ich zwar erstens &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=10649\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-10649","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10649","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10649"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10649\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}