{"id":10623,"date":"2011-12-12T00:02:09","date_gmt":"2011-12-11T23:02:09","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=10623"},"modified":"2011-12-12T00:02:09","modified_gmt":"2011-12-11T23:02:09","slug":"neubeginn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=10623","title":{"rendered":"Neubeginn"},"content":{"rendered":"<p>Am Donnerstag bin ich f\u00fcr mich ganz \u00fcberraschend mit dem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/08\/schreibgedanken-2\/\">Korrigieren<\/a> fertiggeworden. Nein, das Buch gibt es noch nicht zu lesen, das Manuskript kommt jetzt zum Alfred, der ein solches daraus macht. Die Bank im Rathauspark lie\u00dfe sich jetzt vielleicht fotografieren. Alfred meint aber, da\u00df das in Zeiten des Christkindlmarkts keine so gute Idee ist, denn <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/25\/weiter-mit-den-drei-s\/\">&#8220;Die Frau auf der Bank&#8221;<\/a> spielt ja im Oktober, wenn wir aber zuwarten, kommt vielleicht der Schnee, dann passt es auch nicht und im M\u00e4rz oder so k\u00f6nnte  das Buch schon fertig sein&#8230;<br \/>\nAuf jeden Fall gibt es aber schon Gedanken f\u00fcr die n\u00e4chste Arbeit, die sind hier ja schon ein paar Mal <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/30\/nachtrag-und-vorausschau\/\">aufgeschrieben<\/a>, auch wenn sie inzwischen noch nicht viel konkreter wurden.<br \/>\nAm Donnerstag war jedenfalls ein Feiertag und ich ein bi\u00dfchen verk\u00fchlt, da habe ich das <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/10\/ein-morderisches-wochenende\/\">&#8220;M\u00f6rderische Wochenende&#8221;<\/a> vorgezogen und war ganz \u00fcberrascht von dem Buch bzw. erstaunt zu erfahren, wie konkret ein Wochenendkrimiworkshop sein kann, da\u00df da in der Gruppe halbe oder sogar ganze Romane angedacht, bzw ausgeschrieben werden k\u00f6nnen.<br \/>\nIch bin ja nicht so sehr ein Krimischreibetyp, aber die Idee des vorher Auskonzipierens, hat f\u00fcr eine Vielschreiberin schon etwas an sich, denn es k\u00f6nnte ja sein, da\u00df es mir an der Handlung fehlt und das so bleibt, wenn ich mit der ersten vagen Idee gleich fr\u00f6hlich losstolpere und  wenn  dann die Ideen ausbleiben, mich um das Recherchieren, Tieferwerden, die harte Arbeit eben, die den Roman erst zu einem solchen macht, herumdr\u00fccke. Meine Kritiker deuten manchmal so etwas an. Also w\u00e4re es eine sch\u00f6ne Idee zu versuchen, aus dem vorhandenen Einfall ein Romanger\u00fcst zu machen und zu schauen, wie weit ich damit komme, ich mu\u00df mich ja nicht daran halten, vielleicht hilft es aber.<br \/>\nF\u00fcr den Freitag hatte ich eine Einladung der Regina Alfery, einer lieben Psychologenkollegin, die in einem  Geriatriezentrum arbeitet, malt und in letzter Zeit auch komponiert, die mich immer zu ihren Ausstellungen einl\u00e4dt und jetzt auch in ein Konzert in die Alte Schmiede, denn die hat ein sehr tolles Musikprogramm, das ich mir vorsichtshalber nie sehr genau anschaue, denn es gibt ja schon gen\u00fcgend Literaturveranstaltungen. Am Freitag hat es aber gepasst, wieder einmal in einem anderen Rahmen in der Alten Schmiede aufzutauchen, ich habe au\u00dfer der Regina niemanden gekannt, obwohl mir Ruth Asp\u00f6ck einmal sagte, da\u00df sie gerne dort hingeht, weil es die tollsten Konzerte zu freien Eintritt gibt.<br \/>\nAuf den Weg in die Alte Schmiede nehme ich mir meistens die Gratiszeitungen, falls es die am Karlsplatz noch gibt, mit und in einer solchen stand im Horoskop auch richtig &#8220;Ich soll mich an meine neue Arbeiten machen, aber aufpassen, denn die anderen k\u00f6nnen es vielleicht besser als ich!&#8221;<br \/>\nWusch, stimmt vielleicht, wenn man es auf der Erfolgsseite betrachtet, aber nicht unterkriegen lassen, denn solche Ideen hindern nur, wie die Psychologin wei\u00df, dann kam ich nach Hause und hatte einen Kommentar des lieben Rudis, der mich mahnte, da\u00df ich bei dem Artikel \u00fcber sein <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/09\/tanz-in-den-mai\/\">neues Buch<\/a> schon wieder einen Buchstaben vergessen habe. Das passiert mir manchmal bei seinem Namen, da habe ich diesmal zwar aufgepasst. Da\u00df ich aber vielleicht nicht so schludderig schnell sein sollte, ist schon klar und ich nehme es mit in die neue Bucharbeit.<br \/>\nDer Samstag begann mit dem Zuendelesen eines <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/11\/in-pluschgewittern\/\">Buches <\/a>in der Badewanne, das auch zum Thema passt. Denn Wolfgang Herrndorf ist Mitglied der Zentralen Intelligenz Agentur und das sind ja die, die ihre B\u00fccher genau nach dem Publikumsgeschmack konzipieren und  beim Bachmannpreis gewinnen.<br \/>\nApropos B\u00fccher, da brauche ich mir bez\u00fcglich meiner Lesungslisten keine Sorgen machen, denn auf der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/16\/hundert-bucher\/\">Hunderb\u00fccherliste<\/a> fehlen nur mehr die Anna Gavalda und der Thomas Wollinger und der Badezimmersto\u00df ist entsprechend zusammengeschrumpft. Also war ich auch da vorsorgend und habe von den sechzig St\u00fcck, die ich im n\u00e4chsten Jahr lesen will, die, die sich in Wien befinden, ins Badezimmer geschleppt und da jetzt wieder zwei hohe St\u00f6\u00dfe. Es sind sch\u00f6ne neue oder auch \u00e4ltere B\u00fccher, die sich da angesammelt haben und weil ich so schnell bin, wird sich wahrscheinlich der Gedichtband, den ich k\u00fcrzlich bei Fix-Poetry gewonnen habe, auch noch in diesem Jahr  ausgehen. Ich will mich ja auch ein bi\u00dfchen mit Gedichten besch\u00e4ftigen und da ist das w\u00f6chentliche Gewinnspiel von Fix Poetry, an dem ich regelm\u00e4\u00dfig teilnehme, ein wahrer Segen. Vier oder f\u00fcnf B\u00fccher habe ich in diesem Jahr gewonnen und nur den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/23\/beyoglu-blues\/\">&#8220;Beyoglu Blues&#8221;<\/a> gelesen. Die anderen stehen noch auf meiner Liste, ein ganz dickes Buch ist auch dabei. Danach hat sich das Schreibvorbereitungsritual vor dem Beginn eines neuen Textes zum Friseur zu gehen, fast von selbst ergeben. Ein eher ruhiger Spaziergang durch den Weihnachtssamstag am offenen B\u00fccherschrank Margaretens, in dem es diesmal Melitta Brezniks Erz\u00e4hlband &#8220;Figuren&#8221; ein Buch, das genauso, wie das der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/02\/figuren\/\">Manuela Kurt<\/a> hei\u00dft, aber sicher einen anderen Inhalt hat, gab, vorbei. <a href=\"http:\/\/zwillingsleiden.blogspot.com\/2011\/12\/wien-literatur-wortschatz-margareten-2.html\">Evi von Zwillingsleiden<\/a>, die inzwischen in den f\u00fcnften Bezirk gezogen ist, hat den offenen B\u00fccherschrank entdeckt, beschreibt bzw. fotografiert regelm\u00e4\u00dfig seinen Inhalt und stellt die Fotos in ihren Blog.<br \/>\nBeim Friseur auf der Reinprechtsdorferstra\u00dfe trugen die Friseurinnen Weihnachtsm\u00fctzen und als ich zur\u00fcckkam geriet ich vor den brennenden Kerzen des Adventkranzes gleich in die erste Krise. Die Mappe mit den Kritiken, die ich mir regelm\u00e4\u00dfig vor dem Neubeginn heraushole, um nachzusehen, wo ich aufpassen mu\u00df, hatte ich mir schon am Freitag durchgelesen und auch einen Teil meiner Schreibberichte im Literaturgefl\u00fcster. Da finde ich die m\u00f6glichen Schwachstellen genau aufgelistet. Jetzt war die Idee ein Konzept aufzustellen und dazu eignet sich die <a href=\"http:\/\/www.schriftsteller-werden.de\/kreatives-schreiben\/wie-du-einen-roman-schreibst-die-schneeflocken-methode-1\/\">&#8220;Schneeflockenmethode&#8221;<\/a>, die es bei schriftsteller-werden.de zu finden gibt, sehr gut. Nur habe ich leider die entsprechenden Mappen nicht gefunden. Die Mappe mit dem Louise Doughty Buch war dagegen leichter zu finden und die Nervosit\u00e4t, der Druck und der Gedanke &#8220;Du kannst es nicht&#8221; war schon wieder da. Als ich dann in mein gr\u00fcnes Buch geschaut habe, wo die Ideen der letzten drei B\u00fccher aufnotiert sind, war ich gleich wieder blockiert und habe mir gedacht, mit der Idee einer Philosophiestudentin, die im Kabinett ein paar Schachteln  alter Fotos findet, kannst du keinen Roman schreiben und wie ist das jetzt mit der Mutter und der Gro\u00dfmutter?<br \/>\nEs sind drei Romane bzw. drei voneinander unabh\u00e4ngige Geschichten und meine Kunst, das im Laufe der Zeit so miteinander zu verweben, das etwas Neues daraus wird.<br \/>\nWie, das wei\u00df ich noch nicht genau, denn ich habe mir die &#8220;Schneeflockenmethode&#8221; zwar wieder durchgelesen, bin aber schon bei dem ersten Satz, wo man sich den Inhalt aufschreiben soll, steckengeblieben. Zwar wei\u00df ich jetzt, da\u00df Katharina \u00fcber Wittgenstein dissertieren k\u00f6nnte und, da\u00df der Vladi aus Tiflis ein Geiger sein k\u00f6nnte, ist mir w\u00e4hrend des Konzertes in der Alten Schmiede auch eingefallen. Da\u00df die erste Szene, die ist, wo Vladi einzieht und Katharina die Schachtel in die K\u00fcche stellt, wu\u00dfte ich schon. So weit ganz klar und noch nicht geschrieben. Danach mu\u00df ich wahrscheinlich drei Romane planen und kann daf\u00fcr im Sinne der Schneeflockenmethode ein Konzept erstellen, wenn ich das schaffe und will. Die Marianne, 1950 geboren, wohnt inzwischen in Salzburg, 1950 mu\u00df sein, denn sie hat ja 1968 als Studentin Jan aus Prag kennengelernt, als der nach Wien fl\u00fcchten mu\u00dfte, 1982 oder 1983 hat sie Katharina geboren, Jan ist wahrscheinlich nicht der Vater. Mutter Gro\u00dfmutter und Tochter haben zusammen in derselben Wohnung gewohnt, Rosa ist 2000 gestorben, da ist Marianne, die Journalistin ist, nach Salzburg umgezogen, wo sie mit Jan, der inzwischen vielleicht wieder in Prag lebt, eine Fernbeziehung haben kann. Da passt das Geburtsdatum 1982 besser zur Katharina, denn die bleibt alleine in der Wohnung und beginnt Philosophie zu studieren und Rosa hat 1938 oder 1942 ihre j\u00fcdische Freundin Hannah ein paar Jahre einquartiert und 1956 ist Esther, eine andere Freundin aus Budapest gekommen und hat eine Weile bei Rosa und ihrer kleinen Tochter gelebt. Daraus lassen sich schon drei Geschichten machen, einen Konflikt zwischen Mutter und Tocher  k\u00f6nnte es jeweils auch geben und wie sich das mit den in die verschiedenen Zeiten schwenken und den Wiedergeburten vereinen l\u00e4\u00dft, wei\u00df ich nicht und ist die gro\u00dfe Kunst, in die es in den Weihnachtsferien, bzw. im n\u00e4chsten Jahr gehen k\u00f6nnte.<br \/>\nGutes Gelingen w\u00fcnsche ich mir. In der Kronenzeitag habe ich gelesen, da\u00df Robert Menasse einen gro\u00dfen Roman \u00fcber die EU und Br\u00fcsssel schreibt und Thomas Transtr\u00f6mers Gedichte, der ja am Samstag den Nobelpreis in Stockholm bekommen hat, waren in \u00d61 auch zu h\u00f6ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Donnerstag bin ich f\u00fcr mich ganz \u00fcberraschend mit dem Korrigieren fertiggeworden. Nein, das Buch gibt es noch nicht zu lesen, das Manuskript kommt jetzt zum Alfred, der ein solches daraus macht. 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